Autor: Karin_Waltraud

  • Eine neue berufliche Perspektive als UnternehmerIn aus einer halben oder vielen Ideen entwickeln

    Hier kommt Teil 2 meiner Wochenaktion zur Einstimmung auf den Existenzgründerinnentag der VHS Regensburg. Heute: Empfehlungen für „Level 2“ – Sie haben eine halbe oder ganz viele Ideen und fragen sich, wie daraus eine neue berufliche Perspektive werden kann. 
    Meine erste und wichtigste Empfehlung: Nehmen Sie eine kostenlose Kurzberatung durch die IHK, das Regionalzentrum Frau & Beruf oder den regionalen Ansprechpartner für Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch. Bestimmt gibt es noch Tipps aus Level 1, die Sie weiter bringen. Schauen Sie mal nach!
    Aus meiner Erfahrung als Beraterin wie als Gründerin kann ich sagen: Es lohnt sich, genau jetzt deutlich intensiver einzusteigen. Denn jetzt können Sie noch mit geringem Aufwand wichtige Weichen für Ihren Erfolg stellen und verhindern, daß Ihr Unternehmensgeist im Alltagsgetümmel auf der Strecke bleibt.

    Dazu kann ich persönlich Ihnen folgende Angebote machen:

    A) Fokussiert ans Werk!
    60 – 90 Minuten orientierende und motivierende Beratung, falls Sie Verwirrung oder Entmutigung daran hindert, Ihrer Idee zur Reife zu bringen. Aus meinem Erfahrungs- und Wissenschatz gebe ich an Sie weiter, was Sie jetzt voran bringt. Ihre Investition: 80-120 € zzgl Mwst.

    B)  Auf dem Weg zu DER einen Idee
    Vier Beratungseinheiten à 90 Minuten (-> insgesamt sechs Stunden) innerhalb eines Vierteljahrs. Beim ersten Termin klären wir in der ersten halben Stunde, ob eine Zusammenarbeit Sinn macht. Wenn ja, legen wir gleich los. Ich gebe Ihnen ganz gezielt Impulse und Rückenwind, um aus der halben eine ganze Idee zu entwickeln oder aus den vielen Ideen ein schlüssiges Konzept. Dazu machen wir eine kurze Rundreise durch die Schlüsselthemen Marktanalyse, Zielgruppen, USP, Strategie & Marketing. Ihre Investition: nur 400 € zzgl. Mwst., Summe ist vor der zweiten Einheit fällig.

    C)  Gründlich vorbereitet an den Start
    Kontinuierliche undumfassende Beratung über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten (Volumen 20 – 24 Stunden). Inklusive Businessplan für Arbeitsagentur und/oder Bank und Begleitung beim Antrag auf Gründungszuschuss. Zeit und Raum um Ihre verschiedenen Ideen zu testen und  „die eine Idee“ in Richtung Marktreife zu entwickeln. Ihre Investition: 600 bzw. 720 € zzgl. Mwst.  Dieses Vorgründungscoaching wird  zu 70% gefördert – Wert: 2.000 € bzw. 2.400 € zzgl. Mwst (Die Differenz wird Ihnen erstattet)
    Als Extra spendiere ich Ihnen einen Gratis-Platz in meiner GründerInnen-Lounge (ca. alle 2 Monate)

    Welches Angebot zur Ihrer persönlichen Ausgangslage passt, klären wir am Besten persönlich: kontakt@karin-schnappauf.net. Übrigens: Ich berate Sie ganz oder teilweise auch per Telefon oder Skype! 

    Morgen im Blog: Die Geschäftsidee ist da! Was nun?
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  • Auf der Suche nach einer neuen Perspektive, aber ohne Geschäftsidee?

    Am kommenden Samstag findet wieder der Existenzgründerinnentag der VHS Regensburg statt. Als kleine Einstimmung finden Sie in diesem Blog nun Tag für Tag meine Empfehlungen für die unterschiedlichen Ausgangslagen.Heute: „Level 1″  – Auf der Suche nach einer neuen Perspektive, aber ohne Geschäftsidee.“ Ob der Schritt in die Selbständigkeit die Lösung ist, ist noch nicht wirklich klar.
    Meine erste und wichtigste Empfehlung: Halten Sie sich nicht damit auf, damit zu hadern, daß Sie nicht wissen, ob Sie gründen und womit Sie gründen „sollen“. Denn Sie können bereits jetzt jede Menge tun, was Sie in jedem Fall weiter bringt:

    • Pflegen Sie Ihre Kontakte und knüpfen Sie neue. Finden Sie Netzwerke, in denen Sie sich ein bißchen wohl und ein bißchen herausgefordert fühlen und wo Sie von den Treffen inspiriert nachhause gehen. Klinken Sie sich mit der Kompetenz, die Sie jetzt einbringen können, aktiv ein.
    • Üben Sie, sich kurz und prägnant vorzustellen. Sprechen und Schreiben ganz allgemein ist sowieso ein gutes Training!
    • Bauen Sie Ihre Schlüsselkompetenzen aus: Präsentation, Arbeitsorganisation, Social-Media-Nutzung etc.
    • Sichten Sie Ihre Ressourcen. Welche Qualifikationen und Qualitäten brauchen Sie? Welche haben Sie bereits zur Verfügung? Was können Sie auf welchen Wegen bekommen? Was empfiehlt sich vermutlich ggfs. in kompetente Hände zu geben?
    • Sichten und vergleichen Sie potentielle Dienstleister. Ein Beispiel: Mutmaßlich werden Sie eineN GrafikerIn brauchen. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt. Wenn Ihnen gelungene grafische Gestaltungen auffallen, fragen Sie. nach, wer diese entworfen hat.
    • Suchen Sie sich Trainingslager für die Themen „Verhandeln“ und „Kompromisse finden“. Üben Sie immer wieder, sich in andere hineinzuversetzen.  
    • Wenn Sie noch keine große Erfahrung in der Entwicklung und im Management von Projekten haben, können Sie das z.B. im Rahmen eines Ehrenamts nachholen.
    • Halten Sie die Augen offen halten nach Problemen, für die es eigentlich eine bessere Lösung bräuchte und genehmigen Sie sich wildes Brainstorming.
    • Studieren Sie Literatur & Onlineangebote rund um Gründen & Unternehmertum. Zwei subjektive Empfehlungen: brand eins und Entrepreneurship nach Prof. Dr. Faltin, z.B. „Kopf schlägt Kapital“
    • Nutzen Sie Veranstaltungen rund um´s Gründen, die z.B. in der bundesweiten Gründerwoche im November angeboten werden. 

    Was ich persönlich in dieser Ausgangslage für Sie tun kann? Gerne gebe ich aus meinem Erfahrungs- und Wissensschatz an Sie weiter, was Sie jetzt voran bringt. Gönnen Sie sich deshalb 60 – 90 Minuten orientierende und motivierende Beratung – gerne auch per Telefon oder Skype. Dafür investieren Sie nur  80 – 120 €, die Sie steuerlich absetzen können. Packen Sie es an!

    Morgen im Blog:
    Sie haben eine halbe oder ganz viele Ideen und fragen sich, wie daraus eine neue berufliche Perspektive werden kann?
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  • Sweet homeoffice, ich kombinier Dich gern!


    Hier kommt mein Beitrag zu Claudia Kauscheders Blogparade „Wie geht´s Dir mit dem Alleinsein im homeoffice?“
    Zur Vorgeschichte: Nun wohne ich zwar in einer (mittlerweile) wahnsinnig attraktiven Stadt, aber mit einem spannenden Job sah es für mich in Mitte/Ende der 90er Jahre nicht so gut aus. Deshalb pendelte ich zuerst fast drei Jahre nach Ingolstadt und anschließend über fünf Jahre nach Nürnberg. Pro Arbeitstag war ich also über zwei Stunden unterwegs, meistens im Zug, der sich für gewisse Arbeiten übrigens ganz ausgezeichnet eignet. In beiden Jobs mußte ich eine Vielzahl an Aufgaben eigenständig priorisieren und strukturieren. Bei meinem Nürnberger Arbeitgeber hatte ich bereits das Privileg, einen Tag in der Woche von zuhause zu arbeiten. Was sich im Nachhinein als perfektes Trainingslager herausstellte 🙂 Als Einzelkind habe ich außerdem sehr viel Übung darin, Dinge alleine zu tun.

    Im November 2005 startete ich im homeoffice in die Selbständigkeit und war schon deswegen begeistert, weil die Pendelzeiten wegfielen und ich bei Sauwetter nicht mehr aus dem Haus und durch halb Bayern mußte. Fünf Faktoren, die außerdem sehr zum Gelingen beitrugen: 

    1. Eine meiner ersten Handlungen war die Einrichtung eines geschäftlichen Telefonanschlusses – und zwar mit einem Anrufbeantworter, den ich auf komplett „lautlos“ einstellen kann. Meine private Telefonnummer blieb so von Anfang aus dem Spiel.
    2.  Ich wohne nicht alleine, kann aber ungestört arbeiten. Mein Mann geht morgens zu einer festen Zeit aus dem Haus und kommt abends in einem gewissen Zeitkorridor nachhause. Wenn es nicht unbedingt sein muß, arbeite ich nicht, wenn er zuhause ist. Außerdem war meinem sozialen Umfeld schnell klar, daß ich – auch wenn ich zuhause bin – tatsächlich arbeite und für einen Plausch erst wieder am Abend oder im Rahmen eines Mittagessens zu haben bin.
    3. Apropos: Verabredungen zum Mittagessen (die dann auch gleich ein gewisses Ausmaß an Bewegung mit sich bringen) waren mir ebenso hilfreich wie Kontakte zu anderen „Heimarbeiterinnen“ via Skype
    4. Ich bin abends viel auf Netzwerkveranstaltungen unterwegs und seit Jahren im Vorstand der  Business and Professional Women. Das bringt viel Austausch und reichlich Gelegenheit, im Team zu arbeiten, was ich genieße
    5. Für persönliche Beratungen verlasse ich mein homeoffice und immer wieder auch gerne mal die Heimatstadt.  

    Es gibt nur einen Personenkreis, dem ich das homeoffice nicht empfehlen würde: Allen die alleine leben. Weil ich davon überzeugt bin, daß es gut ist, andere Menschen nicht nur virtuell um sich zu haben. „Übergriffe“ seitens der Familie lassen sich hingegen mit Kreativität und Konsequenz gut in den Griff bekommen, 

      Im Jahr 2012 hatte ich eine Zusatzaufgabe als Mobilitätsassistenz, was überhaupt nur dank des homeoffice zu bewerkstelligen war. 2013 war es dann an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Deshalb habe ich mich bei der Coworking-Initiative eingeklinkt, die zunächst ca. einen Tag im Monat das gemeinsame Arbeiten ausprobierte. Schnell war mir klar, daß die Vielfalt der Professionen und Temperamente für mich, die sehr gerne über den Tellerrand schaut, eine schöne Abwechslung zur konzentrierten Arbeit „allein zuhaus“ bringt. 
      Im letzten Oktober eröffnete dann der erste gemeinschaftlich gegründete Coworking Space in Regensburg. Und seit 1. Februar bin ich mit an Bord – fünf Tage im Monat sitze ich nun im neep01 am Schreibtisch und finde es klasse.
      Konzeptionelle Arbeiten und andere Aufgaben, die eine hohe Konzentration brauchen, erledige ich weiterhin im homeoffice. Beratungen via Skype oder Telefon ebenso. Für den neep-Tag sammle ich gezielt passende Aufgaben, was meine Arbeitswoche ganz neu strukturiert. Recherchen, Social-Media-Aktivitäten und Arbeiten, die ich weniger mag, erledige ich gerne im neep, wo andere Menschen auch brav vor sich arbeiten. Ich genieße die Energie, die dabei entsteht. Was sich auch gut anfühlt: das „sich auf den Weg machen“ und die Möglichkeit als Letzte nachhause zu kommen 😉
      Was auch wichtig ist: Seit Jahresanfang habe ich einen straffen Plan, um trotz homeoffice genug Bewegung zu bekommen. Nicht nur deshalb werde ich das im letzten Jahr gestartete „Netzwerken im Gehen und im Grünen“ wieder aufnehmen, sobald die Temperaturen im zweistelligen Bereich angekommen sind.

      Bzgl. Raum und Ausstattung habe ich noch zwei Wünsche: 

      1.  Im Hochsommer, wenn es mehrere Tage hintereinander heiß ist, hätte ich gerne ein kühles Ausweichquartier, z.B. im Erdgeschoß eines Gründerzeithauses. Wer also in Regensburg in einer derart kühlen Umgebung sitzt und im Sommer immer mal wieder einen Schreibtisch frei hat, darf sich gerne melden 😉
      2. Im Moment bin ich dabei, mir einen höhenverstellbaren Schreibtisch auszusuchen, damit ich zwischen Sitzen und Stehen wechseln kann und etwas überfordert von der Auswahl. Wenn hierzu jemand Tipps hat, die nehme ich gerne entgegen!  

      Ganz unabhängig von der Frage homeoffice oder nicht, wird es für mich Zeit für ein paar Neuerungen, was die Art zu arbeiten betrifft. Zwar arbeite ich weiterhin gerne ganz individuell und intensiv mit Menschen vor der Gründung oder mit Solo-UnternehmerInnen. Dazu will ich in Zukunft gerne mehr als bisher kombinieren: Die Arbeit mit Kooperationspartnerinnen an größeren Projekten, die Arbeit mit Gruppen und/oder die Mitarbeit in einer NGO
      Ein Anfang ist bereits gemacht. Ich bin gespannt, wie sich die Dinge entwickeln und noch neu entsteht. 

    1. Selbstmarketing für Tiefstaplerinnen

      Über Marketing schreibe ich ja regelmäßig. Alle Artikel zum Thema finden Sie übrigens hier

      Da ich heute abend beim Straubinger Frauennetzwerk Stranexa Impulse zum Thema liefern darf, wird es dazu bestimmt auch bald einen neuen Blogartikel geben.

      Im Moment brauch ich in erster Linie einen Platz, um für die Teilnehmerinnen von heute abend einen Link zu meinen aktuellen meinen aktuellen Linkempfehlungen zum Thema Selbstmarketing zu plazieren 😉

    2. Das Ende der Halbherzigkeit ist nah!

      In Fortsetzung der im Sommmer begonnenen Trilogie ( im ersten Beitrag ging es um Menschen, die ihre Idee nicht umgesetzt bekommen) komme ich heute zur Gruppe B: Menschen, die ihre Idee halbherzig umgesetzt haben, aber die nächsten Schritte scheuen und damit Ihre Talente stiefmütterlich behandeln.
      Oft erbringen Sie eine Top-Dienstleistung, fordern dafür aber nicht die adäquate Gegenleistung. Von außen sieht es oft so aus, als würden sie die knappe Zeit, die sie neben dem Hauptberuf für ihre Selbständigkeit aufbringen können, mehr oder weniger verschleudern. Vielleicht, weil sie meinen, jetzt schon eine große existenzielle Entscheidung treffen zu müssen, die objektiv betrachtet zu diesem späteren Zeitpunkt noch gar nicht ansteht.
      Die gute Nachricht ist: Die Dimension einer Entscheidung und ihrer Auswirkungen läßt sich steuern. Sie müssen also nicht gleich im Badehöschen vor Grönland ins wilde Meer springen, wenn Sie sich grad mal fit genug für’s Seepferdchen fühlen.

      Warum ich an dieser Stelle dafür plädiere, die nebenberufliche Selbständigkeit zu professionalisieren und sei es „nur“ um mit weniger Aufwand den gleichen Umsatz zu erzielen? Es lohnt sich immer, eine Alternative zur derzeitigen Einkommensquelle zu entwickeln, denn das macht unabhängiger und zufriedener und kann übrigens auch Ihren Marktwert als AngestellteR signifikant steigern. Zumindest aber Ihre Verhandlungsbasis.

      Das Fiese daran ist allerdings: Sie müssen dafür Zeit investieren, die Sie nicht bezahlt bekommen und Geld investieren, das noch nicht verdient ist. Ein Grund mehr, die Sache so systematisch und konsequent wie möglich anzugehen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

      Warum es Sinn macht, sich dazu jemanden an die Seite zu holen? Weil sie als Mensch, dessen Einkommen zumindest halbwegs aus anderen Quellen gesichert ist, mutmaßlich mehr Energie aufbringen müssen, um Ihre Selbständigkeit zu entwickeln, als jemand, der Sie aus dem Stand hauptberuflich gründet und damit auch gleich seine Brötchen verdienen muß. Die Erfahrung zeigt auch, daß mensch selbst sein eigenes Potential gern unterschätzt. Zum Beispiel, weil es nicht einfach ist, selbst zu erkennen, welche Fähigkeiten miteinander kombiniert für welche Menschen tatsächlich eine außergewöhnlich attraktive und nützliche Dienstleistung sein kann.

      Wenn Sie also befürchten, daß Sie der Verbleib in der Komfortzone zumindest mittelfristig unmäßig unzufrieden machen könnte, dann will ich sie gerne ermuntern, für die Entwicklung Ihrer selbständigen Tätigkeit meinen Lieblings-Fördertopf zu nutzen, der Ihnen 70% der Finanzierung abnimmt. Mehr dazu hier

      Am Ende einer solchen Entwicklungsberatung muß keineswegs sofort der Schritt in die hauptberufliche Selbständigkeit stehen. In jedem Fall wird das Ergebnis sein, daß Ihre nebenberufliche Selbständigkeit mehr Substanz bekommen und Sie wesentlich konkreter und realistischer einschätzen können, unter welchen Voraussetzungen Sie diesen Schritt ggfs. sicher gehen können.

      Nutzen Sie also den großen Vorteil, daß Sie im Rahmen Ihrer Nebenberuflichkeit systematisch neue Dienstleistungen und/oder Zielgruppen testen können, ohne sich in existentielle Schwierigkeiten zu bringen!

    3. Barcamp bereichert!

      Ein wunderbares Barcamp-Wochenende liegt hinter mir, und ich muß sagen, ein Entrepreneurship Summit ist eine exzellente Vorbereitung darauf. Wer dort nämlich geübt hat, sich aus zehn Impulsgruppen, die schon im Vorfeld bekannt sind, eine auszusuchen, ist bestens darauf vorbereitet, sich aus fünf Sessions, von denen die meisten erst am Morgen bekannt werden, eine auszusuchen.
      Mensch kann also aus der Fülle schöpfen und darf sich von sich selbst überraschen lassen, wofür er sich entscheidet. Davor und danach gibt´s auch noch Überraschungen, zum Beispiel, welche bekannten Gesichter mensch trifft, wen mensch neu kennen lernt und was die Sessions an Erkenntnis und Inspiriation liefern. Dazu später mehr.
      Zur Organisation, wie ich sie am 2. Regensburger Barcamp erlebt habe, ist an und für sich ist zu sagen: Tipptopp!
      Der Rahmen dabei war: fünf Räume, 45 Minuten pro Session, zwei Sessions am Vormittag, vier am Nachmittag (am Sonntag drei). Macht theoretisch für Tag 1 max. 30 Sessions, an sechsen kann mensch ohne Sessionhopping teilnehmen (am Sonntag an fünf). Es waren dann tatsächlich 20 Sessions am Samstag und 24 Sessions am Sonntag.
      Eine Session kann sein: ein Vortrag, eine Präsentation, eine Diskussion etc. Es ist auf jeden Fall damit zu rechnen, daß sich die Zuhörerschaft bemerkbar macht. Die Session-Planung wird am Morgen gemeinsam gemacht. Die Menschen, die eine Session geben wollen, stellen diese kurz vor. Interessent*innen melden sich unverbindlich per Handzeichen und entsprechend der spontanen Resonanz wird die Raumgröße gewählt.
      Das geht überraschend fix, ebenso fixe Entscheidungen sind anschließend gefragt, denn es kann schon passieren, daß zwei Sessions, die einen interessieren, in der gleichen Zeitschiene gelandet sind. Sitzt mensch in einer Session, die er uninteressant findet, steht es ihm frei, in eine andere zu wechseln. Es gibt Sessions mit Powerpoint, mit Whiteboard, mit Flipchart und ohne all sowas.
      Bei den Sessions, die ich angeboten habe, habe ich beides ausprobiert: Für den Summary zum Entrepreneurship Summit gab´s dank @KoenigErl eine famose Präsentation, für das Thema „Wenn die Selbständigkeit lockt… …ohne Idee … mit einer halben Idee … mit einem Haufen Ideen“ gab´s einen groben Leitfaden, weil ich darüber eh aus dem Stegreif sprechen kann und hier auch die Ideen der Teilnehmer*innen mit einfangen wollte.
      Was es mir gebracht hat?

      • Die Gelegenheit, mal wieder ausführlich und in verschiedene Richtungen über den Tellerrand zu kucken und von dort Verknüpfungen zu meiner Arbeit zu bilden, die diese verbessern. 
      • Mit Menschen, die mir sonst eher wenig begegnen, über Themen zu sprechen, die mir wichtig sind und neue Perspektiven einzufangen. Dabei hat mich übrigens die Altersmischung begeistert und die Tatsache, daß mehr Frauen dabei waren, als ich vermutet hatte 🙂
      • Mein Knowhow und meine Erfahrung in lockerer und konzentrierter Atmosphäre an Menschen weiterzugeben, für die das interessant und nützlich sein kann.

      Wen interessiert, was da inhaltlich dabei war, der werfe einen Blick auf den Session-Plan und/oder in die Twitter-Timelines von @StrukturImpulse und @BPWRegensburg oder suche überhaupt nach #bcrgb14
      Und ja, mensch kann auch ohne Twitter-Account teilnehmen und hat zumindest den halben Spaß 😉
      Apropos: Ich freu mich auf´s nächste Mal – in Regensburg wahrscheinlich am 10./11. Oktober 2015 und darauf, schon vorher in dem ein oder anderen Zusammenhang dem ein oder anderem Barcamper zu begegnen.See you!

    4. Internationales inspiriert!

      Also ich muß sagen, damals, als ich mich für ein Frauen-Netzwerk entscheiden wollte, habe ich die richtige Wahl getroffen! Im Jahr 2010 wurde ich Mitglied bei den Business and Professional Women, einem internationalen Netzwerk aus angestellten und selbständigen Frauen, das auch Beraterstatus bei den Vereinten Nationen hat, was für mich als politisches Wesen durchaus Relevanz hat.
      Bisher bewegte ich mich vor allem im bundesdeutschen Netzwerk (mit österreichischen Ausnahmen). In den letzten Wochen hatte ich nun auch die Gelegenheit, innerhalb der Donauregion und „mit Übersee“ Kontakte zu knüpfen. Beides habe ich sehr genossen.

      Zunächst gab sich die neue Präsidentin von BPW International, Dr. Yasmin Darwich, die Ehre, uns in Berlin zu besuchen. Das bescherte mir die wirklich persönliche Begegnung mit einer ausgesprochen sympathischen Leaderin, eine neue Verbindung nach Mexiko (wo eine gute Freundin auch herkommt) und lockerprofessionelles Netzwerken mit tollen Frauen in schönem Ambiente, ob bei einer Kunstführung im Bundestag oder beim Empfang in den Privaträumen von BPW Dr. Bettina Schleicher (der ich an dieser Stelle für ihre wundervolle Gastfreundschaft danke).

      Rechts mit Brille: Dr. Yasmin Darwich. Bild: K.Aigner

      Ein Wochenende später waren wir Business and Professional Women in Regensburg Gastgeberinnen für das jährliche Businessforum unseres Danube Net und konnten neben Frauen aus Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Rumänien, der Türkei etc. auch eine 40-köpfige Delegation aus Kroatien begrüßen. Hoch interessant waren für mich mehrere Dinge:

      • Die inhaltliche Input und die persönliche Präsenz von Referentinnen wie Dr. Sabine Herlitschka, CEO & CTO von Infineon Austria und Madi Sharma
      • Frauen zu erleben, die aus Ländern kommen, wo es für frau ganz selbstverständlich ist, eine Führungsposition inne zu haben. Ich denke da besonders an Marta Turk, Präsidentin der Handelskammer Ljubijana „Don´t forget: there has to be a profit!“ und Efka Heder, Direktorin von SEECEL, dem EU-Programm für entrepreneurial learning in Südosteuropa. Es war mir ein Vergnügen, bei ihren Workshops dabei zu sein! 
      • Last but not least: die frischfrommfröhliche Art über alle Sprachgrenzen hinweg beruflich zu netzwerken. Efka Heder´s „I would like to share the information with you, that…“ wird mir in sehr angenehmer Erinnerung bleiben. 

      Für mich, die im zarten Alter von zwei Jahren die Gastfreundschaft am Schwarzen Meer erstmals genießen durfte, war das eine wunderbare Gelegenheit, durch tatkräftige sympatische Frauen, mit denen ich durch die Donau und/oder die Business and Professional Women verbunden bin, neuen Bezug zu bekommen zu einer mir irgendwie vertrauten Region. Nächstes Jahr findet das Danube Net Businessforum in Hermannstadt/Sibiu statt – in einem Hotel, das ich aus meinen Reisen in Kindheitstagen kenne. Mal sehen, ob mir meine Chefin eine Dienstreise genehmigt 😉 Lohnen würde es sich, das kann ich ihr jetzt schon sagen!
      Woher ich als Solo-Unternehmerin die Zeit dafür her nehme? Alida Perkov, Vorsitzende vom BPW Danube Net sagt das so: „We are the club of women without time“. Weil wir aber etwas verändern und uns weiterentwickeln wollen, finden wir die Zeit. Dafür sind unsere Fenster nicht immer blitzblank geputzt 😉

    5. „Die schaffen ja nur ihren Arbeitsplatz“

      Gründerinnen und deren nachhaltige Förderung standen im Mittelpunkt des hochinteressanten Kongress der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) im Haus der Deutschen Wirtschaft. Anläßlich des zehnjährigen Jubiläums kamen 350 Expertinnen aus der gesamten Bundesrepublik nach Berlin – standesgemäß am 10. Oktober.
      Die bga gilt als Thinktank zu Female Entrepreneurship in Europa, sie führt Angebote für Gründerinnen, Unternehmerinnen und Betriebsnachfolgerinnen zusammen und schafft Zugang zu Anlaufstellen (500), Expertinnen (1.200) und Netzwerken von und für Unternehmerinnen (350). Rund 40 Fachpublikationen zu den unterschiedlichen Aspekten der unternehmerischen Selbständigkeit von Frauen hat die bga in den letzten Jahren veröffentlicht.

      Die Kombination von Kreativität, Mut und Managementqualitäten in einer Person kommt nicht so häufig vor. Deshalb ist es wichtig, diese weiblichen Talente zu sichern. Darin waren sich die Vertreter der drei Bundesministerien (BM für Bildung und Forschung, BM für Wirtschaft und Energie sowie BM für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) in ihren Grußworten einig.

      16 Erfolgsrezepte, frisch präsentiert 
      Die 16 Erfolgsrezepte aus der Praxis der 16 Regionalverantwortlichen boten einen guten und erfrischenden Überblick über nachhaltige Ansätze in der Förderung von Gründerinnen:
      Nr. 1. Gruppenangebote sorgen dafür, daß sich Gründerinnen nicht allein gelassen fühlen
      Nr. 2. Angebote für Migrantinnen, die eine Bereicherung für die Gründungslandschaft sind
      Nr. 3. Arbeitskreise in den Landesministerien sorgen für den breiten Transfer in die Regionen
      Nr. 4. Nachfolge als Thema, um Gründungswillige auf diese Option aufmerksam zu machen
      Nr. 5. Qualität in der Gründungsförderung durch selbständige Beraterinnen mit sozioökonomischen Ansatz (sag ich doch!)
      Nr. 6. Sensibilisierung von Multiplikatoren für gendergerechte Beratung (oh ja!)
      Nr. 7. Präsenz vor Ort in Stadt und Land, um für alle Frauen einfach erreichbar zu sein
      Nr. 8. Zielgruppenadäquate Finanzierung, z.B. durch Mikrokredite
      Nr. 9. Erfolgsteams als Instrument für Konsolidierung und Wachstum
      Nr. 10. Netze knüpfen (yes!) 
      Nr. 11. Forschung vorantreiben
      Nr. 12. Auszeichnungen, um Vorbilder auch für Wirtschaftsgremien sichtbar zu machen (hmm, das bringt mich auf Ideen…) 
      Nr. 13. Gründerinnentage, um Gründungswillige zu informieren und zu vernetzen
      Nr. 14. (Vor-)Bild Unternehmerin als Ansporn
      Nr. 15. Eigeninitiative fördern
      Nr. 16. Öffentliche Förderung verstetigen

      Diese Rezepte, konsequent und mit Verve umgesetzt, werden uns in den nächsten Jahren gut voranbringen.

      Der Evergreen: Netzwerken! 

       

      Aus den fünf Zukunftsfeldern, die anschließend beleuchtet wurden, will ich zwei herausgreifen:

      Zukunftsfeld 1 – “Angesprochen oder mitgemeint?” – Zielgruppenorientierte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Gründungen. Hier führte Ramona Lange, jumpp – Frauenbetriebe e.V., Frankfurt/Main mit klaren Botschaften ins Thema ein: Frauen gehören in den Wirtschaftsteil, nicht nur in die Kulturseiten. Aus der Aussage über Solo-Unternehmerinnnen „ Die schaffen ja nur ihren Arbeitsplatz“ sei das „ ja nur“ ersatzlos zu streichen. Weil für Frauen mit Kindern das Thema Karriere immer noch oft vom Tisch ist, ist die Option Selbständigkeit auch unter dem Aspekt zu betrachten, daß sich daraus in späteren Jahren die Option Führungsposition eröffnen kann.

      Um Wege in ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum “Big Business oder Slow Business?“ ging es in Zukunftsfeld 5: Katja von der Bey von der Weiberwirtschaft stellt zunächst Vorurteile und statistische Wahrheiten vom Kopf auf die Füße. Hier ein paar Beispiele
      • Auch die meisten Männer gründen heute ohne Mitarbeiter, was als “Feminisierung der Gründungen” bezeichnet wird
      • Frauen verfügen über weniger Ressourcen wie Zeit, Geld oder familiäre Unterstützung. Bei diesen Rahmenbedingungen ist es logisch und vernünftig, kleiner zu gründen.
      • Die Einschätzung, Frauen gründen in den “falschen Branchen” relativierte sie mit zwei Hinweisen: Frauen machen sich oft mit etwas selbständig, was sie auch gelernt haben. Sie machen sich besonders oft mit wissensintensiven und personenbezogenen Dienstleistungen selbständig, die als Wachstumsbranchen gelten.
      • Frauen sind vorsichtiger bzw. “risikoscheu”, ihre Gründungen stehen dadurch aber auch auf einer stabileren Grundlage
      • Frauengründungen “wachsen zu langsam”. Frauen verzichten u.U. auf Wachstum, weil sie andere Werte haben und andere Ziele verfolgen. Frauen haben oft einen hohen Qualitätsanspruch an ihre Arbeit und gehen auch deshalb in die Selbständigkeit. Was Konzerne heute in Modellprojekten ausprobieren, ist bei Unternehmerinnen oft schon lange selbstverständliche Praxis, z.B. soziale Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit zu integrieren. Auch ökologische Aspekte sind Frauen oft wichtig und für unsere Zukunft ja immens relevant.

      Anschließend kam frau ins Gespräch mit zwei Überzeugungstäterinnen nachhaltiger Gründung: Karin Jordan, die seit 1991 das Modelabel Jordan in Berlin führt und Ulrike Saade, die 1980 ihren Lehrerberuf an den Nagel hängte, um velo:konzept zu gründen. Sie bestätigten eindrucksvoll, daß andere Werte sie in ihrer Vision als Unternehmerin leiten, bei Karin Jordan sind es z.B. die Qualität und die Nachhaltigkeit der Produktion. Beide erklären ihre Ziele im Film „FrauenUNTERNEHMEN Green Economy

      Mein persönliches Resumée:
      Ein guter Kongreß mit reichlich Gelegenheit zum Kontakte knüpfen und intensivieren, um mit gestärktem Rücken, bestens gefülltem Schatzkästchen und frischer Motivation weiter mit und für Gründerinnen zu arbeiten. Bleibt zu hoffen, daß es nun bald (wieder?) eine bayerische Regionalverantwortliche gibt. Eine besondere Freude war es mir, die BPW-Kolleginnen Cornelia Felicia Krämer und Clarissa-Diana Wilke wieder zu treffen. Last but not least empfand ich es als angenehme Abwechslung, statt 320 dunklen Anzügen mit 30 kleinen bunten Sprenkeln dazwischen, 320 Frauen in Farbe und 30 dunkle Anzüge auf einem Fleck zu sehen 😉

       

      Berichte zum Kongress gibt es übrigens auch von 
      • Barbara Valenti, Moderatorin in Zukunftsfeld 1 “Angesprochen oder mitgemeint?” – Zielgruppenorientierte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Gründungen
      • startbox berlin 

      Teil 3 meines Berichts zum Entrepreneurship Summit folgt in Kürze!

    6. „Business as usual ist nicht zukunftsfähig“

      Das war eines der zentralen Statements von Ralf Fücks beim Entrepreneurship Summit. Für ihn geht es um eine Transformation, um die Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wertschöpfung. Ein „weiter so wie bisher“ hält er für ein Verbrechen an den Lebenschancen kommender Generationen. Er geht davon aus, daß die Menschheit grundsätzliche Innovationen braucht. Ralf Fücks plädiert für eine Rückkehr zum ethischen Kern des Unternehmertums: Nützliche Dienstleistungen und Gebrauchswerte anzubieten, die etwas Neues in die Welt bringen, was das Leben wirklich verbessert. Seine Keynote „“Intelligent Wachsen. Die Grüne Revolution” gibt es auch als Video


      Sven Gábor Jánszky beschäftigte sich in seiner Kexynote “Rulebreaker – Wie Menschen denken, deren Idee die Welt verändert” einerseits mit den Mega-Trends und analysiert andererseits, was Erfolgreiche treibt. Ein paar Kostproben

      • Schwache Innovationstreiber kosten viel Geld
      • Richtige Innovationen bringen oft Branchenfremde, die mit einer verrückter Idee Bewegung in eine Branche bringen, die seit Jahrzehnten eigentlich keine Innovation erlebt hat.
      •  Erfolgreiche sind von ihrer Vision getrieben, nicht von milestones

      Die gesamte Keynote als Video.

      Anschließend an diesen Vortrag ging es in der Impulsgruppe von Dr. Gerhard Huhn  um „Entrepreneurial Design stimmig zur Person“. Incl. einer Super-Übung zur Annäherung an die eigene Kernidentität, um mit mehr Authentizität echtes Marketing machen zu können.
      Ich empfehle sehr, das Video dazu nicht nur anzusehen, sondern sich auch die Übung zunutze zu machen.
      Als Vorgeschmack schon mal zwei Kernausagen

      • Unternehmer sollten sich fragen, warum andere wollen sollen, daß es sie gibt und sie gedeihen
      • Zweck eines Unternehmens ist nicht nur die Gewinnerzielungsabsicht, sondern auch: Den Kunden etwas Gutes tun, sie begeistern. 

      Kongenial fortgeführt und mit weiteren Aspekten angereichert wurde das Thema von Saskia Rudolph von der Akademie für positive Psychologie. Außerdem erfreute sie mich mit der Erkenntnis, daß das, was ich seit Jahren gern empfehle, jetzt auch ein Trend ist „JOMO“- the joy of missing out.
      Schade, daß es ihre Präsentation nicht online gibt, die war wirklich erste Sahne und die Idee, den Vortrag mittels der Kassettenrekorder-Tasten zu gliedern, sehr erfrischend. Zum Glück hat sich Alexander Christian Wolff die Mühe gemacht, den Vortrag in Sketchnotes festzuhalten. Danke dafür! Grundsätzliche Infos zum Ansatz finden sich natürlich auch hier: http://spiegelneuronenakademie.de/.

      Zuletzt noch eine Info in eigener Sache: Zusammen mit Softwareflüsterer Norbert Ketterl habe ich den Plan gefaßt, ein bißchen von Geist und Substanz des Summits nach Regensburg zu bringen. Einen Termin haben wir schon – 17. November 18 oder 19 Uhr. Details folgen.

    7. „Entrepreneure sind die, die das Kind in sich wach halten.“

      So Gunter Pauli auf dem Entrepreneurship Summit letztes Wochenende in Berlin. Nach 2010 war ich dieses Jahr endlich wieder dabei. 1.700 TeilnehmerInnen, parallel bis zu zehn Workshops/Impulsgruppen. Zwei Tage im Henry-Ford-Bau der FU Berlin mit Inspirations- und Rückenwindgarantie, stets frischer Tee inklusive. Gerne will ich etwas davon weitergeben, voraussichtlich in mehreren Blogbeiträgen, von denen dieser der erste ist.

      Gunter Pauli´s Vortrag, der vom Auditorium mit standing ovations gefeiert wurde, ist auch als Video verfügbar und sehr zu empfehlen. Ein paar Kostproben:

      • Die Entscheidung auf zwei Füßen zu laufen, war auch ein Risiko. 
      • Es geht darum, einen Mehrwert schaffen mit dem, was wir haben. Er berichtete davon, wie es seiner Gruppe gelungen ist, Papier aus Stein und PET produzieren – ohne den Einsatz von Wasser, wie aus Kaffeeabfall und PET Flaschen ein geruchsfreies T-Shirt wird und welches petrochemische Potential bestimmte Disteln haben. 

      Prof. Dr. Faltin  Der Vortrag des Hausherrn ist auch als Video verfügbar. Ein paar Kostproben:

      • Entrepreneurship ist: den Kopf anstrengen, um auf bessere Lösungen zu kommen.
      • Die Qualität des Konzepts kommt vor dem guten Management.
      • Das Konzept ist ein Bündel von Annahmen. Statt Projektion in Businessplan, geht es zunächst darum den proof of concept anzugehen – will das überhaupt irgendjemand haben? 
      • Das Entrepreneurial Design so tunen, bis die Marge gut genug ist, um professionell Komponenten einzusetzen  
      • The next big thing ist: YOU. Ihre große Chance liegt in dem, was Ihnen leicht fällt.Dann werden Sie gut. 
      • Worauf es beim Gründen ankommt, ist Ausdauer + Energie für das Ideenkind
      • Frauen finden Gründen nicht attraktiv, weil die herrschende Ellbogenwirtschaft nicht ihr Ding ist.
      • Solange wir den schnellen Jungs das Feld überlassen, dürfen wir uns nicht wundern. 

      Die Impulsgruppe Female Potential in Entrepreneurship – leider gibt´s davon bislang kein Video. Hier  drei Statements daraus:

      • @ValRacheeva:  Entrepreneurship is not about always being tough. It’s about knowing yourself!  Entrepreneurship is about knowing your goals, perceiving your goals and knowing who you are.
      • Anna Rohan: Being an entrepreneur forces me to reach further every day
      • @lilaineurope: Remember that you have more tools in your toolbox than a man
      Auch sehr inspirierend: Die Impulsgruppe mit Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor
       
      Die Ressource Oma im Konzept von Sonnentor
      Faszinierend: Wie zu Beginn werden auch heute noch die Tees von den Bauern, oft von den alten Bäuerinnen handverpackt. Das führt dazu, daß Sonnentor kann, was keine Abpackmaschine kann: Eine Blüte ins Sichtfenster zaubern und die Kunden erfreuen. 
      Ein paar Kostproben von Johannes Gutmann, nicht vom Tee (Saisonal bedingt empfehle ich sehr: den Kutz Kutz – Kräutertee):
      • Wenn Ihr Angst vor Krisen habt, dann bleibt zuhause und verkriecht Euch ins Bett
      • Wenn’s von Anfang an funktioniert, lernt man ja nix
      • Wenn Sie wissen, wo Sie sich verrannt haben, wissen Sie, was Sie anders machen müssen.
      • Wenn Ihr keine Idee habt, fragt die Leute, denen Ihr was verkaufen wollt
      • Auch Ihr schafft das, was ich geschafft habe, nur habe ich 27 Jahre Vorsprung
      • Zum Stichwort “ A guade Gschicht, ob wahr oder glong, hat no immer zong“ hier noch ein Link 😉

      Mehr dann demnächst!