So, jetzt sind alle wieder zurück und auch die, die nicht im Sommerurlaub waren, spüren, daß ein anderer Wind weht. Nicht nur, daß das Wetter besser ist, die Abendtermine häufen sich wieder. Nur so zum Beispiel.
By the way: Heute in vierzehn Wochen ist schon Weihnachten!
Ich hoffe, Sie geraten jetzt nicht in Panik, das war nicht meine Absicht. Wohl aber, Ihnen damit die Gelegenheit zur Fokussierung und Priorisierung zu geben. Außerdem habe anschließend ich Urlaub 😉
Die Zeit der Sommerferien war hingegen gefüllt mit spannenden Projekten, die in den nächsten Wochen nach und nach in die Endphase kommen. Ich sehe am Horizont also wieder Platz für neue Projekte. Damit wieder so besonders schöne auf mich zukommen können, wie die, an denen ich im Moment arbeite, habe ich zusammengestellt, welche Varianten der Zusammenarbeit sich über die Jahre als so sinnvoll erwiesen haben, daß frau sie glatt empfehlen kann.
Ein Zuckerl hab ich mir für die nächsten Wochen schon organisiert: Ein Treffen der GründerInnen, mit denen ich derzeit intensiv arbeite. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickeln will und freue mich jetzt schon, diese Persönlichkeiten miteinander zu erleben 🙂
Autor: Karin_Waltraud
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Auf geht´s zur Herbstsaison!
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Die Idee in der Komfortzone – da liegt sie gut!?
Ganz grob gesehen begegnen mir drei „Sorten“ von Menschen
A) Menschen mit einer oder vielen Ideen, die sie nicht umgesetzt bekommenB) Menschen, die ihre Idee halbherzig umgesetzt haben, aber die nächste Schritten scheuen und damit Ihre Talente stiefmütterlich behandelnC) Menschen voller Unternehmergeist, die sehnsüchtig auf DIE Idee wartenHeute geht´s um Gruppe A. B und C kommen demnächst dran 😉Also: Die Idee ist schon da. Oft sogar mit vielen anderen. Ob und wie mensch was daraus machen kann, steht in den Sternen. Die Idee macht es sich einfach. Sie schwebt einfach ein, während mensch grad mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist. Sie strahlt. Aber im Geheimen. So kann sie kein Schatten, sprich kein kritisches bis womöglich vernichtendes Urteil der Umgebung erreichen. So kann sie auch nicht geklaut werden. Davor fürchten sich ja viele. Pragmatiker machen sich extrem unbeliebt, wenn sie an der Stelle einwenden: „Ja super, dann ist die Idee wenigstens mal umgesetzt 😉Denn leider (?) funktioniert die Welt NICHT so: Eine Idee fliegt vorbei und *simsalabim* eine realisierte und nachgefragte Dienstleistung bzw. ein Produkt ist in der Welt und macht sich nützlich.
Nach dem Musenkuss sind zunächst einmal Entscheidungen gefragt:Mach ich was draus? Und falls ja, taucht schnell die Frage auf: Was mache ich draus? Und genau das läßt sich an dieser Stelle meistens noch nicht beantworten.
Klingt nach Arbeit. Ist es auch. Komfortabler ist es also zweifelsohne, zehn neue Ideen zu haben und in ihnen zu schwelgen. Wird nur nix draus. Vielversprechender ist es, aus der Idee ein Projekt machen. Ein Projekt kann scheitern, muß aber nicht 😉 Ein Projekt hat Start und Ziel, dazwischen stehen Meilenstene. Es bekommt definierte Ressourcen zugeteilt. Ein Projekt kommt auf jeden Fall in eine oder mehrere schwierige Phasen. Also raus aus der Komfortzone, hier gibt es mehr zu lernen, zu bewegen und zu erreichen!
Sie können das übrigens schon. Sonst hätten sie beispielsweise nie laufen gelernt. Macht ja erstmal keinen Spaß, ständig wieder auf den Hintern zu fallen.Diese Phase ist die wichtigste, also ist es ja fast schon logisch, daß sie die schwierigste ist, oder 😉An diesem Punkt lautet die hilfreichste Frage : Wie gehe ich vor? Sie führt zu einer Strategie, zumindest läßt sich ein Zipfel davon erhaschen. Drei Folgefragen warten auf Antwort:- Was mache ich alleine?
- An welcher Stelle hole ich mir wen dazu?
- Was gebe ich zu gegebener Zeit auf jeden Fall ab?
Dazu biete ich Ihnen gerne als Unterstützung an: Eine Reifekammer, einen Schutzraum, ein Fitnessstudio, eine Werkstatt, ein Labor für Ihre Idee. Unter dem Motto „Verwandle Dich und bleib Dir gleich“. Zum Beispiel im Rahmen eines staatlich geförderten Vorgründungscoachings.Als erstes bekommen Sie ein wertschätzendes und neutrales Feedback zu Ihren Ideen – in der Sicherheit, daß ich unter Schweigepflicht stehe. Die Basis für meine Einschätzung sind mein Wissen und meine Erfahrung. Weder will ich auf jeden Fall nett zu Ihnen sein und finde Ihre Idee(n) auf jeden Fall toll, noch versuche ich sie Ihnen auszureden, weil ich befürchte, persönlich in meiner Sicherheit und meinem Komfort beeinträchtigt zu werden, wenn Sie sich an die Umsetzung machen.Dann geht´s an die Arbeit:
- Wir wählen die zunächst vielversprechendsten Idee aus
- Wir entwickeln eine schrittweise Strategie mit Zwischenprüfungen an den Etappenzielen
- Wir recherchieren rund um die Idee
- Sie bekommen Impulse und Werkzeug für die Weiterentwicklung der Idee
- Sie können Kontakte zu Menschen knüpfen, die einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung liefern können.
- Wir führen kontrollierte Tests durch und werten sie aus.
- Wir entwickeln auf dieser Grundlage die Strategie weiter, setzen Prioritäten und halten uns an diese bis es einen guten Grund gibt, sie zu verändern.
- Ich achte darauf, daß die Schere in Ihrem Kopf nicht Ihren roten Faden durchtrennt.
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Ich richte Ihre Krone wieder zurecht, wenn Sie gestolpert sind oder jemand Ihre Idee grob verunglimpft hat
- Ich gebe Ihnen Windschatten, wenn der Gegenwind Ihnen die Ohren wegzublasen droht.
- Ich hole Sie möglichst sanft auf den Boden zurück, wenn Sie abzuheben drohen.
- In unbequemen Situationen genießen Sie die die Schnappaufsche Humorfederung
Wenn das für Sie grad nicht in Frage kommt, hier zwei Denkanstösse für Sie:
- Die Welt reagiert selten mit einhelliger Begeisterung auf Neues und will es haben. Und das war noch nicht alles: Dazu kommt auch noch, daß sich die Welt verändert und Ihre Idee sich über kurz oder lang weiter wandeln muß, wenn sie Bestand haben soll. Wenn Sie jetzt das Gefühl entwickelt, nicht (nur) die Genies wären die Helden, sondern (auch) die Umsetzer, liegen Sie richtig.
- Ideen – zumindest die guten – halten mehr aus, als man ihnen ansieht. Sie können durch uneuphorisches Feedback sogar noch besser werden. Wer sich denkt „Geh mir weg mit Deinem Feedback, sie wär der Tod für meine Idee“ liegt also daneben. Feedback wandelt die Idee. Das ist normal und wichtig. Der persönlicher Stolz ist da oft ganz anderer Meinung und schmollt. Die Angst fürchtet „da bleibt ja nix übrig von meiner eigentlichen Idee“. Deswegen ist der Pfad zwischen „eine gute Idee zu früh auf den Müll werfen“ und „stur auf der ursprünglichen Eingebung beharren“ sehr schmal.
Eine Empfehlung zum SchlußWenn Sie nichts Wesentliches für Ihre Idee tun – also den beschwerlichen Weg scheuen, dann seien Sie bitte nicht traurig oder gekränkt, wenn eine andere Person diese Idee in die Welt bringt. Zumindest nicht länger als drei Tage 😉Warum?1. Ist überhaupt nicht gesagt, daß die Inspiration dazu von Ihnen kam. Wenn wir in die Geschichte der Erfindungen schauen, sehen wir, daß öfter mal ähnliche Erfindungen an weit voneinander entfernten Orten gemacht wurden – und damals gab´s noch kein Internet!2. Sie können sich mit Sicherheit von dieser Person was abschauen, was Ihnen hilft, wenn die nächste tolle Idee um die Ecke biegt und Sie sich dann anders entscheiden wollen. Nutzen Sie das!Und weil´s gar so schön passt: Der Song von Mathias Kellner zum Thema – der seine Popmusik-Karriere übrigens als Ich-AG gestartet hat. Amen! 😉 -
Netzwerken im Gehen & im Grünen
So. Bevor der Winter kommt (lachen Sie nicht, in gut 16 Wochen ist schon Allerheiligen!) will ich endlich einen langgehegten Plan umsetzen: Netzwerken im Gehen & im Grünen.
Beratend gehe ich ja schon seit Jahren Seite an Seite durch die Landschaft. Immer dann, wenn es passt.
Ebenfalls seit Jahren netzwerke ich und ertappe mich immer wieder dabei, daß ich nach einem Tag am Schreibtisch absolut keine Lust habe, auch noch den ganzen Abend zu „versitzen“.
Deshalb bringe ich das, was andernorts „Netwalking“ heißt, jetzt nach Regensburg. Das erste Mal am Dienstag, 22. Juli um 17.30 Uhr. Ich freu mich drauf!
Sie sind dabei? Fein! Hier finden Sie alle Infos und können sich anmelden. -
Die Sache mit der Leichtigkeit
Dieser Blogbeitrag ist mein persönlicher Beitrag zu Ulrike Bergmanns Blogparade: „Mit Leichtigkeit…“Ja, die Leichtigkeit…… ich halte sie weder für selbstverständlich noch für unerreichbar.… ich freue mich, wenn ich Sie erlebe – bei mir selbst, bei – und am liebsten mit! – meinem Gegenüber.
Die Leichtigkeit, die entsteht, wenn Persönlichkeiten klar und munter im Austausch sind.
Und die Leichtigkeit, die bestätigt, daß sich intensive – vielleicht auch langwierige – direkte oder indirekte Vorarbeit gelohnt hat.
Leichtigkeit fällt nicht nur vom Himmel, sie stellt sich durchaus auch ein, weil ich etwas vor langer Zeit oder auch ganz neu verstanden habe und zwar nicht, weil es in einem mir fremden Curriculum steht, das ich absolvieren muß, sondern weil ich damit meinem Lebensziel wieder ein Stück näher komme. Weil ich eine Entwicklungsphase erfolgreich abschließen kann und jetzt auf einer anderen Stufe weiter in meinem Sinne vorankommen kann.So, jetzt mache ich es mir und – wie ich hoffe – auch meiner Leserschaft leicht und präsentiere ein Dutzend konkrete wie abstrakte Ergebnisse meiner persönlichen und nicht immer freiwilligen Feldforschung aus erster bzw. zweiter Hand.
Leichtigkeit kann sich einstellen, wenn ich-
früher aufstehe und das Auto stehen lasse, um mit dem Rad durch die Alleen und entlang der Donau zu meinem Kundentermin zu fahren. Wobei es an einem anderen Tag genau umgekehrt sein kann. Es geht also darum, für sich selbst herauszufinden, wo heute eine Herausforderung auf mich wartet, deren Annahme mit Leichtigkeit belohnt werden könnte. Das geht umso besser, je besser mein Kontakt zu mir selbst ist
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zu drögen Aufgaben (z. B. Buchhaltung) schwungvolle Musik (z.B. Salsa) höre
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in dem Fall, in dem ich mit einem Thema nicht weiterkomme, das Thema, meine körperliche Haltung und/oder die Umgebung wechsle
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meinen Humor nicht zuhause liegen lasse
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erfasst habe, wer meine Lieblingskunden sind und wo ich sie finde. Dann kann ich Leichtigkeit übrigens in der Akquise wie in der Zusammenarbeit erleben (vielleicht nicht als Dauerzustand, aber immerhin!)
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die Perspektive oder den Ansatzpunkt wechsle. Wenn´s von der einen Seite nicht geht, versuche ich es halt mal von einer anderen Seite.
- mir qualifizierte Unterstützung dazu hole, statt unbedingt alles alleine und möglichst sofort gelöst zu bekommen
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gnädig zu mir selbst sein kann und statt Selbstgeißelung zu betreiben, einen neuen Versuch mit veränderter Anordnung starte. In diesem Sinne eine gewisse Flexibilität und Kreativität bzgl. des Weges pflege.
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mich für ein Ziel entscheide und einen Routenplan aufstelle, der meine persönlichen Schrulligkeiten mit berücksichtigt. Nicht im dem Sinne, daß ich in meiner Komfortzone sitzen bleiben, sondern daß ich sie mit einkalkuliere um eine erfolgversprechende persönliche Strategie zu entwickeln. Worauf ich dabei verzichte:
a) verbissen unbedingt das 120-150%ige Ergebnis erreichen zu wollen und
b) heimlich still und leise noch fünf andere Dinge (mit)erreichen zu wollen. -
Pausen mache, solange es anstrengend ist, und mir den Wiedereinstieg ins Thema leicht mache. z.B. durch entsprechende Notizen, welcher nächste Schritt ansteht und durch eine verträgliche Portionierung der Aufgabe etc.
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mich mit anderen austausche, wir uns inspirieren und von- und miteinander lernen
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meine innere Haltung zu Dingen verändere, die ich nicht wirklich beeinflussen kann.
So. Wem jetzt nach noch mehr Impulsen zu diesem Thema ist: 40 weitere Beiträge aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln finden sich in der Blogparade „Mehr Leichtigkeit…“
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Vorgründungscoaching wieder verfügbar!
So. Nach mir selbst ist nun auch der von mir meistgeschätzte Fördertopf für Coaching bereit: das bayerische Vorgründungscoaching hat sein Budget für dieses Jahr erhalten. Das Institut für freie Berufe bzw. die IHK können nun also – endlich! – wieder Anträge für das mit 70% geförderte Programm bewilligen.
Das ist gut so, nicht nur weil eine Kundin und ich schon buchstäblich mit den Hufen scharrten! Überhaupt ist der Frühling ja eine gute Jahreszeit, um endlich die Dinge in die Hand zu nehmen, die im stillen Kämmerlein auf Verwirklichung warten.
Und alle, die vor dem Sommerloch noch mit Ihrem Business starten wollen, sollten sich jetzt sowieso zügig in Bewegung setzen.Weil mein Lieblings-Coachingprogramm immer noch so unbekannt ist, muß ich an dieser Stelle die Trommel dafür rühren. Das fällt mir leicht, wenn ich mir vergegenwärtige, mit welchem Planungsstand Kunden zu mir ins Vorgründungscoaching kamen, mit welchem Stand sie dann gründeten (oder es im Einzelfall aus wohlüberlegten Gründen nicht taten) und auf welchem Niveau sie sich jetzt bewegen.
Will sagen: Es ist gut, daß es auch öffentliche Institutionen gibt, die kostenlos beraten und für grundsätzliche Orientierung sorgen. Es macht sicher auch Sinn, an Gruppenseminaren teilzunehmen. Die Inspirationen, Einsichten und Sicherheiten, die sich entwickeln, wenn Sie sagenwirmal 20 Stunden lang gründlich und umfassend an Ihrer Idee arbeiten, heben Ihre Idee allerdings auf ein ganz anderes Niveau. Wichtig dabei ist, dies mit einer Person zu tun, die selbst Unternehmerin ist, die Klippen der Gründung kennt und über Formalismen hinaus denken kann.
Nein, es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn mensch schon vor der Gründung Coaching braucht 😉
Es ist ein Zeichen von Cleverness, sich gründlich vorzubereiten, bevor man in den Atlantik springt, um zum Abendessen in New York zu sein 😉 Wofür ein Baby-Schwimmkurs übrigens auch nicht unbedingt die adäquate Vorbereitung darstellt.Last but not least noch eine wichtige Information: nach der Gründung steht Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur ein Coaching-Programm mit einer 50%igen Förderung zur Verfügung. Merken Sie was?
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Der Frühling kommt! Ich bin bereit 😉
Zurück aus der Winterpause und zur Feier des beginnenden Frühjahrs heute zwei Fotos der palmerischen Mandelblüte, die sich dort langsam den Ende zuneigt.
Deswegen bin ich jetzt wieder hier und halte, vielleicht etwas ungewöhnlich für diese Jahreszeit, aber für mich sehr passend, eine kleine Rückschau.
In den letzten beiden Jahre war ich nicht nur mit interessanten Projekten meiner KundInnen und spannenden Aufgaben im BPW beschäftigt. Auch familiäre Ereignisse brauchten Energie und Kreativität. Insbesondere die langwierige Reha meines Mannes. Der mit unerwartenen Hindernissen gespickte Wiedereinstieg als IT-Experte, obwohl der Rolli ihn in seiner täglichen Arbeit überhaupt nicht behindert. Auf diesem Weg bin ich wieder bei Themen gelandet, die mich in früheren Jahren beschäftigt haben: Personalauswahl, Integration körperbehinderter Menschen, Reha-Wissen. Ich konnte auf Kompetenzen zurückgreifen, die fortlaufend zu meinem Arbeitsalltag gehören: mit Humor motivieren, aufmerksam unterstützen und sich mit der positiven Entwicklung Stück für Stück wieder zurücknehmen, ggfs. mit der Bürokratie ein Tänzchen wagen. Daraus und aus der jahrzehntelangen Unterstützung von Frauen im Beruf entstand die Fachkräfte-StrategieIm Dezember letzten Jahres dann der unerwartete Tod meines Vaters. Er hat mir viel Wesentliches mitgegeben. Humor zum Beispiel, geistige Beweglichkeit, eine gewisse Unkonventionalität und sehr viel Geschick im persönlichen Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen. Er bleibt für mich wichtig und weiterhin präsent als innere Kraft. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.Nun kommt der Frühling. Mein Mann ist zwischenzeitlich in einem Maße fit und mobil, wie es nur wenige aus einer ähnlichen Situation heraus schaffen. Seit über einem Jahr arbeitet er in einem Unternehmen, dem mensch tatsächlich eine umsichtige Personal- und überhaupt Firmenpolitik bescheinigen kann. Ich kann mit wertvollen Erfahrungen neu durchstarten. Erfahrungen, die mich in meinen Überzeugungen bestärkt haben:- Mit vereinten Kräften und viel Kreativität geht deutlich mehr, als mensch zunächst für möglich hält
- Von Bürokratiemonstern sollte mensch sich nicht so leicht in die Flucht schlagen lassen, es findet sich ein Weg.
- Manchmal bringt einen der Umweg zum Ziel.
- Strategisches Denken und gutes Marketing hilft in allen Lebenslagen
- Eine sorgfältige Vorbereitung, Nachdenken, andere zu Rate ziehen und um Unterstützung bitten lohnt sich!
So geht es nun mit neuer Energie dem Frühling entgegen. Ich wünsche uns allen ein gutes Frühjahr!
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Empfehlungen für Frauen, die 2014 erfolgreicher werden wollen
Frauen machen sich besonders gerne als Therapeutin,Trainerin, Coach oder Beraterin selbständig – ich ja auch 😉
Neben der Tatsache, daß wir eine Aufgabe mit sehr viel Sinn und freier Zeiteinteilung gewählt haben, finden wir eins besonders angenehm: der Investitionsaufwand hält sich in Grenzen und die monatlichen Fixkosten sind meist überschaubar. Und Studien sagen, wir Frauen könnten in der Regel besser mit Geld umgehen und investierten vorsichtiger. Häufig unterschätzt frau in ihrer Planung aber einen Posten, der fortlaufend Zeit und Geld beansprucht: Marketing und PR. Männer tun sich in diesem Punkt häufig leichter und zwar aus mehreren Gründen:- sie haben oft die besseren Branchenkenntnisse
- sie können öfter auf ein solides berufliches Netzwerk zurückgreifen
- sie haben weniger Probleme damit, im Mittelpunkt zu stehen und „sich zu verkaufen“
- sie zweifeln seltener an ihren Fähigkeiten
- sie kaufen oft selbstverständlicher Expertenwissen für diesen Bereich ein
Was heißt das für uns Frauen? Hier meine subjektiven Empfehlungen:
- Netzwerken Sie von Anfang an systematisch.
- Stellen Sie sich darauf ein, daß Sie Ihre Denk- und Verhaltensmuster immer wieder prüfen und verändern müssen.
- Recherchieren Sie gründlich – nicht nur am Anfang
- Setzen Sie auf eine wertschätzende Beratung, die Ihr Potential erkennt und Ihnen bei der Umsetzung ermutigend zur Seite steht.
- Nehmen Sie sich die Zeit, ein wirklich belastbares Konzept auf die Beine zu stellen, daß Ihre Zielgruppen benennt und einen Plan für deren Ansprache hat.
- Pflegen Sie Ihre Kreativität. Sie brauchen sie, um auf unternehmerische Herausforderungen reagieren zu können.
- Planen Sie großzügig Zeit und Geld für Ihr Marketing ein.
Werden Sie sich im Klaren darüber, daß das, was letztendlich nach außen sichtbar wird, nur die Spitze des Eisbergs ist. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, braucht es viel Arbeit und Kreativität, die mensch dem Resultat meist erst auf den zweiten Blick ansieht. Ein kleines Beispiel dazu: ein Text funktioniert erst dann, wenn im Vorfeld intensiv an der Positionierung gearbeitet wurde und das Umfeld in dem er präsentiert wird, zur Zielgruppe passt.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!
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Hü & Hott
Das ist ein wirklich interessanter November: die bundesweite Gründerwoche steht mit einer Vielzahl von Veranstaltungen vor der Tür, gleichzeitig geht eine EU-Förderperiode zuende, was für die Förderung des Gründercoachings einschneidende Auswirkungen hat: so können GründerInnen, die sich in 2013 gegründet haben und dafür den Gründungszuschuss der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen, nur noch bis Mitte Dezember einen Antrag für das mit 90% geförderte Gründercoaching stellen. Danach wird diese Förder-Variante eingestellt. Immerhin noch bis Mitte 2014 gibt es das Gründercoaching mit 50% Förderung. Was danach kommt, steht in den Sternen. 🙁
Was also immer wichtiger wird, eh schon immer mein Lieblingsprogramm ist und auch 2014 angeboten wird: das bayerische Vorgründungs- und Nachfolgecoaching. Das eignet sich übrigens auch, um eine bereits bestehende Nebenerwerbs-Selbständigkeit zum Vollerwerb weiter zu entwickeln.
Kommen wir zur Gründerwoche: da gibt es wieder eine Fülle von Veranstaltungen, bei zweien bin ich involviert, weswegen ich Ihnen die natürlich besonders ans Herz lege 😉
1. Unternehmerinnen im Gespräche, eine Veranstaltung von Regionalzentrum Frau und Beruf und BPW Gemany, Club Regensburg e.V. Alle Infos dazu: http://www.gruenderwoche.de/veranstaltungen/veranstaltung.php?vid=3227
2. Ich biete unter der Flagge von Struktur und Impulse vom 18. – 21. November kostenfreie Sondierungsberatungen an, siehe: http://www.gruenderwoche.de/veranstaltungen/veranstaltung.php?vid=4809
Ich freue mich, Sie bei einer der beiden Gelegenheiten zu treffen! -
Vereinbarkeit fördert Gleichstellung und sichert Zukunft
Ich freue mich, daß die Mittelbayerische Zeitung gestern meinen Gastkommentar zum Thema veröffentlicht hat. Allerdings fehlten zwei Details, die mir besonders am Herzen liegen. Aber wofür hat frau denn ein Blog! Hier also der gesamte Artikel.
Gleichstellung ist gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovation, die sich rechnet. Sie hilft, die dringend benötigten Fachkräfte zu sichern, erhöht die Problemlösungskompetenz von Teams und stabilisiert die sozialen Sicherungssysteme. Handlungsbedarf besteht also nicht nur, weil lt. Allensbach-Umfrage jede zweite Frau mit dem Status quo unzufrieden ist.
Zentrale Voraussetzung dafür ist die Vereinbarkeit. Frauen und Männer gleichermaßen als Erwerbstätige und Menschen mit Fürsorge- und Erziehungsaufgaben zu sehen, ist Aufgabe von Männern und Frauen. Privat, politisch und in den Unternehmen. Es geht darum, gewohnte Denkmuster zu verlassen, Auswahl- und Beurteilungsprozesse umzustellen. Es kommt darauf an, selbstbewußt zu verhandeln und kreative Lösungen zu realisieren. Ein mühsamer Prozeß, zweifelsohne. Die Motivation stärkt Émile-Auguste Chartier: „Jede Veränderung erscheint unmöglich. Doch ist sie einmal erreicht, erscheint der Zustand, den man hinter sich gelassen hat, unmöglich.Vereinbarkeit gelingt i.d.R. nicht, wenn Mann und Frau Vollzeit in Firmen arbeiten, die noch von der Präsenzkultur geprägt sind. Dies führt zu oft zu einem Phänomen, das Wissenschaftler „erschöpfte Familien“ nennen. Verständlich, daß viele – auch gut ausgebildete – Frauen prophylaktisch lieber zuhause bleiben. Unterstützt wird diese Tendenz von einer Vielzahl von Faktoren, z.B. einer männlich geprägten Unternehmenskultur, den Schwierigkeiten adäquate Kinderbetreuung zu finden oder dem Steuerrecht.
Es ist also auch an den Männern, ihre Arbeitszeit zu reduzieren (was gerade die jüngere Generation auch gerne tun will), um mehr private Aufgaben zu übernehmen. Männer, die – mit guten Argumenten im Gepäck – den Vorstoß wagen, stellen fest: es geht mehr, als mann denkt! Zumindest solange mann nicht – wie oft Frauen – in die 20-Stunden-Falle tappt. Denn: mit einer halben Stelle kann Führung nicht wirklich ausgeübt werden, das berufliche Fortkommen leidet. Von den Auswirkungen auf den Rentenanspruch ganz zu schweigen. 32 Wochenstunden für Mann und Frau, eine Idee der Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger, könnte eine Lösung sein. Von der Produktivität her betrachtet, steht sie der jetzigen Vollzeit vermutlich nicht viel nach. Mit einer gewissen Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung würde sie der Realität Rechnung tragen, daß es im Leben mehr gibt als Erwerbsarbeit, z.B:. berufliche Weiterbildung, Kindererziehung, Pflegeaufgaben, ehrenamtliches Engagement. Ein großes Potential an Fachkräften käme wieder zurück auf den Markt. Unterstützende Rahmenbedingungen vorausgesetzt.Das spannendste Ergebnis der Allensbach-Umfrage: zwei von drei Frauen meinen, sie müssten sich zur Vertretung ihrer Interessen stärker organisieren. Dem kann ich nur zustimmen. Verbände wie der BPW, die sich für Gleichstellung engagieren, freuen sich über Verstärkung. Das Engagement dort fördert persönliche Entwicklung und berufliche Vernetzung. Vorbilder zeigen, wie es gehen kann. Im Privaten empfiehlt sich, das Thema Vereinbarkeit schon in der Familienplanungsphase zu erörtern. Denn mit der Geburt eines Kindes rutschen Paare oft unbewußt blitzschnell in überholte Rollenmuster. Frau findet sich als Hauptverantwortliche für Erziehung, Haushalt und Beziehung wieder, Mann als Ernährer. Aus diesen Rollen wieder auszusteigen, ist mühsam. Läßt der bisherige Arbeitgeber Vereinbarkeitsoptionen vermissen, kann ein Unternehmenswechsel oder der Schritt in die Selbständigkeit eine strategische Option sein.
Dieser Tage besonders angesagt: zur Wahl gehen. Davor empfiehlt sich z.B. die Lektüre der Wahlprüfsteine des Deutschen Frauenrats. -
Was Frauen die Selbständigkeit so schmackhaft macht
Frauen liebäugeln nach meiner Beobachtung insbesondere in zwei Situationen mit der Selbständigkeit:
- Wenn sie die Werte des Unternehmens, für das sie arbeiten nicht (mehr) teilen und/oder die Unternehmenskultur ihnen gegen den Strich geht.
- Wenn es darum geht, Familie und Beruf zu vereinbaren.
Denn: in der Selbständigkeit sehen gerade begabte und ambitionierte Frauen ihre Chance
- Familie und Beruf wirklich vereinbaren zu können
- selbstbestimmt und in Übereinstimmung mit den eigenen Werten arbeiten zu können
- sich was Eigenes aufzubauen und sich neuen Herausforderungen stellen zu können, statt degradiert zu werden. Grad vor ein paar Tagen hörte ich von einer Art Directorin, die zur Layouterin degradiert wurde und mittlerweile als selbständige Grafikerin erfolgreich ist.
Diese Tendenz muß Unternehmen im Zeitalter des beginnenden Fachkräftemangels allerdings zu denken geben. Und nicht nur das, es sollte sie auch zum Handeln bringen. Dabei kann ich KMUs und NGOs nun gezielt unterstützen: als autorisierte Fachberaterin im Modellprogramm „unternehmensWert: Mensch“ in den Handlungsfeldern Gesundheit und Chancengleichheit (im zweiten Feld stehen dabei nicht nur die Frauen im Focus, sondern auch die Menschen mit Handicap).
Diese neue Dienstleistung gibt mir die Gelegenheit, mein Knowhow aus Erfahrungsfeldern, die in den letzten Jahren nicht so sehr im Mittelpunkt meines Tuns standen, wieder mehr zu nutzen und sie mit den Erfahrungen der letzten Jahre zu verknüpfen.
Was ich fortführen werde:- weiterhin intensiv und ergebnisoffen mit Frauen zu arbeiten, die für ihren Wiedereinstieg den Einstieg in die Selbständigkeit erwägen – das kann im Einzelfall auch heißen, sie zu motivieren, sich einer neuen Bewerbungsrunde zu stellen und dafür gezielt zu trainieren (ein Plan B hat noch keiner geschadet, das gilt natürlich auch andersrum: den Wiedereinstieg nicht ausschliesslich als Fortführung des Angestelltendasein denken).
- den Trend vom Einzelkämpfertun zu kooperierenden Selbständigen weiter zu unterstützen
- mein Engagement im BPW, weil ich mich da genau an der richtigen Stelle fühle!
Zum Schluß noch zwei Empfehlungen an alle Frauen – egal welchen Weg sie einschlagen:
- Trainieren Sie das Verhandeln! Für private wie berufliche Zwecke 😉
- Entwickeln Sie Ihr persönliches Selbstmarketing

