Autor: Karin_Waltraud

  • Selbstsabotage leicht gemacht oder: Bitte sparen Sie sich halbherzige Umsetzungen!

    Die Qualität Ihrer Arbeit transportiert sich über das Bild, das Sie nach außen abgeben. Besonders wesentlich ist das bei Dienstleistungen, weil diese selbst einfach unsichtbar sind. Übrigens: Besonders schwer tun sich mit dieser Tatsache erfahrungsgemäß Menschen, die Ihre eigene Arbeit selbst noch nicht richtig wertschätzen könnn.
    Wenn Sie also für ein Logo entwickeln lassen (was ich unbedingt empfehle), dann sorgen Sie bitte auch dafür, daß dieses Logo und die mit ihm verbundenen Farben und Schrifttypen innerhalb kürzester Zeit und vor allem ausschließlich auf allem prangt, was von Ihrer Arbeit nach außen sichtbar wird.
    Also nicht nur auf dem schönen neuen Flyer, sondern auch auf Ihren Visitenkarten, Ihrer Fensterbeschriftung und Ihrem Türschild. Dazu gehört selbstverständlich auch der umgehende Relaunch Ihrer Website. Nichts ist verwirrender und kontraproduktiver als die Verwendung unterschiedlicher visueller Signale für ein und dieselbe Dienstleistung.
    Worauf es natürlich auch ankommt, ist, an welchen Orten und in welchen Zusammenhängen Sie diese Materialien zum Einsatz bringen.
    Wenn Sie das alles nicht für nötig halten, dann lassen Sie es am besten gleich bleiben. Vor allem aber beklagen Sie sich bitte nicht bei den Dienstleistern, die Sie bei Logo- und Flyerentwicklung unterstützt haben darüber, daß sich kein Erfolg zeigt. Herzlichen Dank!

  • Gründerwoche 14. – 20. November 2011

    Die bundesweite Gründerwoche bietet wieder eine bunte Vielfalt interessanter Veranstaltungen rund um Existenzgründung und Selbständigkeit.Struktur und Impulse beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen (und bloggt auch deshalb zur Zeit so wenig)
    Erfolgreich gründen!
    Interaktiver Vortrag am 14. November, 19 Uhr in Regensburg 
    Das ABC der Gründungsvorbereitung zusammen mit dem 1×1 der Fördermöglichkeiten.
    Chronologisch führt die Reise dabei durch all die fremden Welten, die auf dem Weg der Existenzgründung zu durchqueren sind. Inklusive Tipps, wie Klippen und Untiefen sicher umschifft werden können. Dieser Vortrag ist gedacht für
    * Menschen, die bereits eine Existenzgründung planen
    * Menschen mit Unternehmergeist, die nicht unbedingt in nächster Zeit ihren Job an den Nagel hängen wollen.
    Der interaktive Vortrag geht auch ein auf
    + die Veränderungen beim Gründungszuschuss
    + die Entrepreneurship-Idee, wie sie Prof. Dr. Faltin von der FU Berlin (Gründer der Teekampagne) vertritt.
    Anmeldung bis Freitag, 11.11.11: kontakt@gruenderinnen-insel.net – Tel 0941 – 78 03 96 63
    Erfolgreich selbständig mit dem inneren Team
    Workshop am 19. November, 14.30 Uhr in Regensburg 
    Für Selbständige, GründerInnen und für Menschen, die mit einer Gründung liebäugeln. 
    Dieser dreistündige Workshop nutzt das bewährte Konzept von Friedemann Schulz von Thun und klärt damit die Frage: Welche (inneren) Teammitglieder braucht eine erfolgreiche UnternehmerIn/FreiberuflerIn? Und wie können diese produktiv zusammenarbeiten? 
    Diese Bestandsaufnahme erleichtert die Planung, klärt die Situation und sichert Entscheidungen ab. Sie beantwortet Fragen wie z.B.:
    * Welche Qualitäten, die ich als Selbständige brauche, trage ich bereits in mir?
    * Welche Fähigkeiten muß ich (weiter)entwickeln? Auf welchen Wegen gelingt mir das?
    * Bei welchen Aufgaben empfiehlt sich eher, diese in gute Hände zu geben?
    * Welche zaghaften oder widerwilligen Teammitglieder gibt es in mir? Und: Wie kann ich diese in einen produktiven Dialog mit den „Leistungsträgerinnen“ bringen? Anmeldung bis Dienstag, 15.11.11: kontakt@gruenderinnen-insel.net – Tel 0941 – 78 03 96 63

    Alle Veranstaltungen bundesweit sind hier zu finden: www.gruenderwoche.de
  • Was bringt eigentlich Netzwerken?

    Netzwerken wird gern als probates Mittel zur Kundengewinnung propagiert, weil Empfehlungen nun mal die beste Werbung sind. Das ist richtig, bei der Umsetzung ist aber Einiges zu beachten:

    1. Netzwerken erspart Ihnen nicht, sich grundlegende Gedanken über Ihr Marketing zu machen und dazu passende Aktivitäten zu entfalten
    2. Oft übersehen, deswegen hier extra betont: Ihr Netzwerk kann Ihnen wunderbare Rückmeldungen liefern, um Ihr Marketing zu verfeinern. Nutzen Sie das!
    3. In einem Netzwerk kann frau das „sich zeigen“ wunderbar üben. Denn wenn eine konstant dabei ist, verzeiht frau ihr auch mal eine nicht so geglückte Präsentation und ein wohlgesinntes Netzwerk gibt auch gern konstruktives Feedback.
    4. Es ist nicht damit getan, ein-/zweimal in einem Netzwerk auftzuauchen und dann wieder enttäuscht in der Versenkung verschwinden, weil Sie noch keineR aus dem Netzwerk vor Begeisterung mit einem Auftrag beworfen hat.
    5. Viele Menschen halten es wie ich: ich empfehle niemanden, den ich nicht persönlich kenne und schätze. Und ich denk mir meinen Teil über Menschen, die in einer Gruppe (ob offline oder online) Mitglied sind und meinen, damit wär´s dann getan. Oder die nur Vorträge halten, aber sich nicht aktiv am Geschehen beteiligen.
    6. Geben ist seliger denn nehmen: wenn Sie Ihr Wissen ins Netzwerk geben (das heißt jetzt nicht, daß Sie für Ihre Netzwerkkontakte umsonst arbeiten sollen) und Ihre Netzwerkpartnerinnen weiterempfehlen, erhöhen Sie signifikant die Chancen, auch selbst empfohlen zu werden. Achtung: das heißt dann aber immer noch nicht, daß der Mensch, der die Empfehlung erhalten hat, auch in der nächsten Zeit Ihr Kunde wird.
    7. Der Faktor Zeit: Zeit für´s Netzwerken findet, wer
      a) ein gutes Selbstmanagement hat
      b) erkennt, worin der Nutzen liegt
      c) erfährt, daß es Spaß macht und inspiriert
  • Warum Blabla nur Bullshit ist

    Es gibt Situationen, da hat ein anderer Mensch genau das formuliert, was frau selbst sich auch denkt. Deshalb heute ein Link zu Armin Jäger von „Schreibschwung“.
    Zur Lektüre ausdrücklich empfohlen! Siehe http://karrierebibel.de/bullshit-im-business-warum-sie-sich-gegen-blabla-wehren-sollten/

    Danke, Herr Jäger!

  • Wie ich lernte die Zahlen zu lieben…

    In der Regel ist gerade die Finanzplanung bei Gründerinnen wenig beliebt. Nun ist die Sache ja die: Sie wollen mit der Sache, die Sie planen, Geld verdienen. Es macht also in der Tat sehr viel Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, was für Ausgaben einmalig oder fortlaufend auf Sie zukommen und welche Einnahmen zu welchen Zeiten realistisch sein könnten.

    Was dabei hilft: Recherchen, Tools, wie z.B. hier und Unverzagtheit.
    Gerade den Frauen empfehle ich, sich soweit einzuarbeiten, daß Sie Ihre finanzielle Lage selbst einschätzen können. Oder sind Sie gerne darauf angewiesen, sich von einem (hoffentlich!) wohlmeinenden Mann sagen zu lassen, wofür Geld da ist und wofür nicht?
    Zum Schluß noch ein Tipp, der Sie davor schützen kann, vor lauter Fremdeln und/oder Perfektionismus den Anfang nicht zu finden: In der Regel brauchen Sie mehrere Durchläufe, um der möglichen Realität allmählich näher zu kommen. Also fangen Sie da an, wo es für Sie am einfachsten ist und arbeiten Sie sich langsam und beharrlich voran (es muß ja nicht unbedingt der Reihe nach sein).

    Gutes Gelingen!

  • Wie gutes Coaching abläuft…

     .. das ist eine spannende Frage. Hier acht wesentliche Punkte – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    1. Die „Selbstverständlichkeiten“ sind schriftlich vereinbart und werden eingehalten: Schweigepflicht, zu behandelnde Themen und Ziel des Coachings.
    2. Gutes Coaching behandelt nicht nur um ein Thema – so einfach ist die Welt nunmal nicht gestrickt.
    3. Gutes Coaching behandelt die vereinbarten Themen nicht streng nach Stundenplan, sondern je nach aktueller Situation und schafft Bezüge zwischen den Themen (z.B. Marketing mit Selbstmanagement)
    4. Ihre konkreten Erfahrungen, Erfolgserlebnisse wie Stolpersteine werden abgefragt und be- bzw. eingearbeitet. 
    5. Gutes Coaching stellt Ihre Denk- und Handlungsmuster auch mal infrage und gibt Ihnen neue Impulse, damit Sie Blockaden überwinden können. 
    6. Gutes Coaching holt Sie immer mal wieder aus Ihrer Komfortzone und fordert Sie konstruktiv heraus, sich Ihren blinden Flecken und ungeliebten Themen zu stellen.
    7. Sie fühlen sich verstanden und können Vorschläge umsetzen, bzw. offen äußern, wenn Sie damit Probleme haben und bekommen dann einen neuen Vorschlag. 
    8. Ein guter Coach ist Ihnen ein neutrales und wertschätzendes Gegenüber, das nicht allwissend ist und daran arbeitet, sich mittelfristig überflüssig zu machen.
  • Was Sie schon vor der Gründung tun können…

    … und nicht zur Gründungsvorbereitung im engeren Sinn zählt (wohl aber zu den Dingen, auf die ich im Coaching eingehe) soll heute Thema sein. Dazu gibt es ja bereits den Beitrag „Was tun, wenn die Idee noch fehlt?“ Heute geht um die Bereiche Qualifikation und Kontakte:

    1. Sichten Sie Ihre persönlichen Ressourcen. Welche Qualitäten wie Qualifikationen brauchen Sie als Unternehmerin? Was davon haben Sie bereits zur Verfügung? Was können Sie auf welchen Wegen bekommen? Was empfiehlt sich vermutlich in kompetente Hände zu geben?
    2. Sichten und vergleichen Sie potentielle Dienstleister. Ein Beispiel: Mutmaßlich werden Sie eineN GrafikerIn brauchen. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt. Wenn Ihnen gelungene grafische Gestaltungen auffallen, archivieren Sie diese und fragen Sie ggfs. nach, wer diese entworfen hat.
    3. Pflegen Sie bestehende Kontakte und knüpfen Sie neue Kontakte. Beteiligen Sie sich aktiv in virtuellen wie realen Netzwerken bevor Sie dort auf Kundenfang gehen (müssen).
    4. Dort können Sie auch gleich üben, wie mensch sich kurz und prägnant vorstellt, schriftlich wie mündlich… 😉 – Sprechen und Schreiben ganz allgemein ist sowieso ein gutes Training!
    5. Üben Sie immer wieder, sich in andere hineinzuversetzen.
    6. Suchen Sie sich Trainingslager für „Verhandeln“ und „Kompromisse finden“
    7. Wenn Sie noch keine große Erfahrung in der Entwicklung und im Management von Projekten haben, könnten Sie das z.B. im Rahmen eines Ehrenamts nachholen.

    P.S.: Wenn Sie sich vor der Gründung noch nicht um diese Punkte gekümmert haben, sollten Sie das jetzt nach der Gründung auf jeden Fall angehen.

  • Die Zuschusslotterie wird zum 1.11. eröffnet?

    Langsam wird es eng. Die geplanten drastischen Kürzungen beim Gründungszuschuss (GZ) sind im Bundeskabinett bereits beschlossen.
    Der DIHK begrüßt diese Kürzungen auch noch: Das schütze vor Schnellschüssen beim Gründen, so Wansleben, der DIHK-Präsident.
    Der Bundestag wird sich voraussichtlich noch im Juni mit dem Thema beschäftigen. Umgesetzt werden sollen die Änderungen bereits zum 1. November diesen Jahres.

    Das soll sich ändern:

    1. Es soll keinen Rechtsanspruch auf GZ mehr geben. Dieser Anspruch ist geknüpft an einen Businessplan und die positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle. Der GZ soll nun eine Ermessensleistung werden.
    2. Die Anspruchsdauer wird verkürzt
    3. Die Gründung muß spätestens zu dem Zeitpunkt erfolgen, an dem die Gründerin noch 180 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I (Alg I) hat (bisher genügte ein Restanspruch von 90 Tagen)
    4. Die Mittel werden um 78% gekürzt

    Am wenigsten problematisch ist dabei eigentlich, daß der GZ Ermessensleistung wird.
    Wenn, ja wenn man davon ausgehen kann, daß mit einer soliden Vorbereitung, vielleicht unterstützt mit einem Vorgründungscoaching incl. eines durchdachten Businessplans das mit dem Ermessen kein Problem sein sollte.
    In Kombination mit Punkt 4, Kürzung der Mittel um 78% sieht die Welt allerdings anders aus: Man braucht nur wenig Phantasie, um sich auszumalen, daß das „Ermessen“ vor allem darin liegen wird, nachzusehen, ob überhaupt noch Mittel da sind. Die Qualität des Businessplans könnte also, je weiter das Jahr fortgeschritten ist, eine umso geringere Rolle spielen.
    Es sei denn, die Änderungen führen zusammen mit der konjunkturellen Entwicklung dazu, daß wesentlich weniger Arbeitslose über die Selbständigkeit rechtzeitig genug nachdenken und überhaupt GZ in Anspruch nehmen können und wollen.
    Deswegen ist für mich der kritischste Punkt, daß zum Zeitpunkt der Gründung noch 180 Tage Anspruch auf Alg I bestehen muß. Das geht an der Realität vieler GründerInnen komplett vorbei. Zum einen, weil nicht jedeR mit einem Anspruch von 360 Tage in die Arbeitslosigkeit geht, zum anderen, weil das Abwägen für und wider eine Gründung plus die Vorbereitung derselben vor allem eines braucht: ZEIT. Die Idee und der Mut zur Gründung entwickelt sich – übrigens gerade bei den Gründerinnen – erst langsam.
    Zukünftig sollte man am besten schon über eine Gründung nachdenken, bevor man arbeitslos wird. Ansonsten droht eine Ehrenrunde in einem befristeten Zwischenjob. Die Änderungen sind also völlig kontraproduktiv, um „Schnellschüsse“ zu vermeiden.
    Es zeigt sich einmal mehr: der GZ ist vor allem ein arbeitspolitisches Instrument ist. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit werden die Zugänge vereinfacht und das Budget erhöht. Leute aus der Arbeitslosenstatistik herauszubekommen ist eine starke Motivation, da reduziert man gerne die Zugangshürden. In Zeiten des (drohenden) Fachkräftemangels kehrt sich der Effekt um.
    Positiv für den Einzelnen wie für die Gesellschaft wäre nun, wenn all das dazu führt, daß mehr Menschen schon im Angestelltenverhältnis innovative Ideen entwickeln, eine etwaige Selbständigkeit ins Auge fassen und vielleicht schon nebenberuflich den Anfang wagen. Und vor dem Schritt zur hauptberuflichen Selbständigkeit das Vorgründungscoaching Bayern in Anspruch nehmen, um dann die bürokratischen Hürden leicht zu nehmen und richtig durchstarten zu können.

  • Ein Layout für alle

    Regelmäßig dreh ich meine Runden und informiere mich, was sich in der Heil-Landschaft meiner Region so Neues tut.

    Dabei fällt mir immer mal wieder auf, daß ganz unterschiedliche Anbieter mit Postkarten mit genau gleichen Motiven ganz unterschiedliche Dinge anpreisen. Das ist das Kreuz mit den Billig-Angeboten, ich habe verdrängt, wo es diese tollen Angebote gibt.

    Was ist heute allerdings sah, hat mich dann doch entsetzt:
    Zwei Websites, die genau gleich aussahen – von zwei völlig verschiedenen Anbieterinnen.
    Aua! Zuerst dachte ich, ich wäre wieder auf der Website gelandet, auf der ich schon war. Aber nein, es war eine völlig andere Anbieterin. Nur die Website-Vorlage war identisch. Die Grafik sehr opulent, der Hintergrund rosa, die Schrift dafür supermini und in weiß. Der Kontrast entsprechend… Ich glaube, web.de ist schuld daran…

    Deshalb:
    Wenn Sie KundInnen/PatientInnen bekommen wollen, müssen Sie in Ihrer Besonderheit und Qualität wahrnehmbar sein.
    Wenn Sie eine Vorlage verwenden, die für alle frei zugänglich sind, konterkarieren Sie genau dieses Bestreben. Da können Sie sich im Text abstrampeln, wie Sie wollen, wenn die BesucherIn das gleiche Layout schon mal woanders gesehen hat, haben Sie verloren.
    Natürlich können Sie, um Kosten zu sparen, einen Website-Baukasten benutzen. Aber bitte mit den eigenen Farben und dem eigenen Logo. Das macht zunächst Arbeit, lohnt sich aber vielfach.

  • Ich freu mich auch!

    Heute will ich Sie gern teilhaben lassen an einem schönem Beispiel für Dienstleistungsqualität, die nicht mehr kostet als eine Minute.
    Als Antwort auf meine E-Mail in Sachen Kartenreservierung für eine Lesung lese ich:
    „… vielen Dank für Ihre E-Mail. Ihre Reservierung haben wir aufgenommen und auf unserer Gästeliste vermerkt.
    Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Mit freundlichen Grüßen….“
    Da beginnt der schöne Empfang doch gleich eine Woche vor der Lesung!