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  • Über Hopfen, Freiheit, Sprachgebrauch und Salat auf dem Fensterbrett

    Als gebürtige Bayerin ist die Liebe zum Bier natürlich Teil meiner DNA. Allein deshalb habe ich grosses Interesse daran, bis ans Ende meiner Tage ein schönes kühles Bier trinken zu können – gern auch alkoholfrei.

    Statistisch geschehen, dürfte ich noch ca. 30 Jahre auf diesem schönen Planeten leben. Wir blicken also ungefähr ins Jahr 2055 und das bedeutet: Wenn wir dann noch ein kaltes Bier genießen wollen, müssen wir jetzt handeln. Und das auch noch konsequent.

    Warum das denn? Nun, Hopfen als essentieller Bestandteil von Bier (Reinheitsgebot!) wächst ursprünglich in Auwäldern, also in sumpfigen und feuchten Wäldern. Er braucht Wasser. Viel Wasser. Der Hopfen auf meinem Balkon bestätigt das eindrücklich. Ein wirklich durstiger Kerl. Europaweite Dürren wird er nicht mögen. Definitiv nicht. Wenn es heiß ist, ich eine Woche weg bin und der nachbarschaftliche Gießdienst seinen Wasserbedarf stark unterschätzt, dann begrüßt er mich mit komplett vertrockneten Blättern. Ein Bild des Jammers. Immerhin hat er nach fürsorglichen Wassergaben und gutem Zureden überlebt. Puh.

    Nun ist es zwar noch nicht so weit, dass ich mein Bier in der Badewanne braue. Bislang übe ich mich nur darin, meinen Balkonkameraden am Leben zu erhalten. In gewisser Weise trainiere ich dadurch wichtige Future Skills. Denn ich mag, wie er sich an meinem Balkon entlang rankt. Ich finde das idyllisch. Was ich auch idyllisch finde: Mir vorzustellen, wie ich 2055 etwas Leckeres zu meinem Bier esse, vielleicht einen Salat.

    Einen Moment! Da wir gerade von Salat sprechen: Hier kommt meine absolute Empfehlung: Baut Salat auf dem Fensterbrett an! Es macht wirklich Freude, ihm beim Wachsen zuzusehen und noch mehr, ihn frisch geerntet zu verzehren. Hoch leben Forellenschluss und Batavia!

    Doch als Bewohner*innen dieses wundervollen Planeten sind wir aufgefordert, mehr zu tun, nämlich als gesamte Gesellschaft zu einer nachhaltigen und mehr noch : zu einer regenerativen Lebensweise zu finden.

    Im Grunde wissen wir das auch. Theoretisch zumindest. Im wirklichen Leben mangelt es noch an der Umsetzung der notwendigen und eigentlich bekannten Massnahmen. Stattdessen sind wir eifrig damit beschäftigt, die Konsequenzen der Klimakrise zu ignorieren oder zumindest zu bagatellisieren.

    Es ist also kein Wunder, dass wir die 1,5 Grad Grenze bereits überschritten haben, obwohl wir das Klimaschutzabkommen von Paris unterschrieben haben. Wie konnte das passieren? Ein Teil der Antwort ist meiner Einschätzung nach, dass die 1,5 Grad in den Medien meist nicht als Grenze benannt wird, sondern als Ziel. Anscheinend sind wir so kapitalismusaffin, dass wir „1,5 Grad“ so verstehen, als wäre es etwas, dass wir erreichen wollen. So als würde es sich um einen neuen Deal mit China oder den Gewinn des nächsten Eurovision Song Contest handeln.

    Es ist allerdings kein Ziel, sondern ein Limit. Sowas wie die Grenze zu Nordkorea oder Russland. Einmal überschritten, gibt es für Menschen die die Freiheit lieben, keinen Weg zurück. Das Überschreiten dieser Schwelle kann früher oder später tödlich sein, man denke nur an den Fall Navalny.

    Wenn wir schon über Freiheit sprechen, lasst uns über unsere Vorstellung von Freiheit sprechen: Freiheit wird oft missinterpretiert als die Möglichkeit, ohne Tempolimit mit einem Porsche durch die Gegend zu rasen, oder mit dem Privatjet zum Oktoberfest zu fliegen. Das ist jetzt nicht der einzige Grund, warum ich das Oktoberfest nicht mag. Zum Super Bowl 2024 landeten lt. CNN übrigens 1.000 Privatjets in Las Vegas – das nur am Rande.

    Was ich sagen will: Wir folgen einer verqueren Idee von Freiheit, ohne zu realisieren, wo unsere Freiheit wirklich wirklich gefährdet ist. Wir verhalten uns wie Eroberer auf einem Planeten ohne natürliche Grenzen. Dabei sind die Fakten klar: Wir haben bereits sechs sieben von neun planetarischen Grenzen überschritten und wir befinden uns nicht in einem Bowling-Wettbewerb: „Alle Neune“ kann ja nicht ernsthaft unser Ziel (huch, da ist es wieder!) sein.

    Es ist also kein Wunder, dass besonders rigorose Zeitgenossen fordern „Eat the rich“. Was sich allerdings nur sehr schlecht mit einem der größten Trends unserer Zeit vereinbaren lässt: „Go vegan“.

    Nun, wie kommen wir aus diesem Dilemma heraus? Vielleicht wäre es ein veganerer Weg, die Reichen angemessen zu besteuern. Das könnte nicht nur die exorbitanten Emissionen der Superreichen reduzieren (2026 hatte das reichste Prozent der Weltbevölkerung sein Emissionsbudget bereits am 10. Januar ausgeschöpft). „Tax the rich“ könnte da schon einen signifikanten Effekt haben. Die so gewonnenen Einnahmen würden uns auch helfen, unsere Gesellschaften nachhaltig zu transformieren. Eine klassische Win-Win-Situation also und dazu noch ein echter Beitrag zum Erhalt unserer Freiheit – nicht nur, um ein kühles Bier genießen zu können.

    Solche Maßnahmen könnten ein echter Turbo zusätzlich zu unseren individuellen Anstrengungen werden. Um es klar zu sagen: Natürlich macht es Sinn, in unseren persönlichen Kontexten auf Nachhaltigkeit zu achten (ja, wir sind viele) und es ist auch vernünftig, die persönliche Zukunftsfähigkeit zu trainieren. Nur wird das alleine nicht reichen, um meinen Hopfen und den Salat zu retten und – es tut mir leid, das sagen zu müssen: Kaffee, Schokolade und Wein auch nicht. Schluck!

    Wir sind also aufgefordert (ja, alles muss man selber machen) mehr zu tun, als den eigenen Konsum nachhaltig zu gestalten. Jetzt geht es darum, die Kräfte zu bündeln, eine wirksame „Lobby für die Erde“ zu formen und uns gegenseitig zu unterstützen. Denn es wird herausfordernd, zum Beispiel, wenn es darum geht, Jobs in Industrien zu kündigen, die unseren Planeten zerstören oder so mutig zu sein, Personen zu wählen, die wirklich im Sinne der Nachhaltigkeit handeln und sie auch zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie das nicht tun.

    Lasst uns Banden bilden und den Planeten und den Hopfen retten, so dass wir 2055 alle ein kaltes Bier genießen können und ich weiter meinem Hopfen beim Wachsen zusehen kann. Denn wenn es im gut geht, wächst er um 30 cm. Am Tag!

    Cheers!

    (Dieser Beitrag entstand ursprünglich im Rahmen des Sustainable Stand Up Course bei Belina Raffy #highlyrecommend. Hier die leicht überarbeitete und aktualisierte Fassung. Das Video von der aufgeregten Karin ist mir leider zu peinlich, um es hier zu verlinken.)

  • Jetzt wird es interessant!

    In den letzten Jahren habe ich viel für Organisationen und andere Menschen gearbeitet und geschrieben. Jetzt freue ich mich, zunächst wieder mehr in eigener Sache zu schreiben.

    Zunächst einmal eine kleine Rückschau: Ich durfte 4 Bücher begleiten – von der Idee über die Begleitung der Autor*innen bis zur Promotion, Personal Brands aufbauen, eine Community mit mittlerweile über 2.000 Mitgliedern co-hosten, Markenbotschafter*innen coachen und auf LinkedIn doubeln. Ich habe auf LinkedIn Unternehmens-Profile aufgebaut und betreut sowie einen Podcast, einen Online-Shop und eine Academy – jeweils von der Produktentwicklung bis zur Vermarktung. Einen Marketing-Circle koordiniert, Webseiten in TYPO3, WordPress und Webflow konzipiert und gepflegt, Ideen für Videos geliefert und viele kurze und einige lange Texte geschrieben. Dazu noch interne Retros konzipiert und moderiert, Wogen geglättet und ab und zu ein Projekt gerettet. Thematisch beschäftigten mich besonders die Themen Energiewende, nachhaltiges Wirtschaftsstudium, Employer Branding, Unternehmenskultur und Führung. Viel erlebt, mein Faible für Trello-Boards entdeckt und mit inspirierenden Menschen zusammengearbeitet. Für all das bin ich sehr dankbar.

    Jetzt beginnt für mich ein neuer Abschnitt und damit auch ein Stück Freiheit. Ich freue mich über die Gelegenheit, mir in Ruhe Gedanken machen zu können, WOFÜR ich in Zukunft meine Lebenszeit nutzen will. Dabei wird mich bis März neben kleineren Fortbildungen und verschiedenen Veranstaltungen die Ausbildung „Haltung erweitern – ICH, WIR, ALLE gestalten Transformation“ begleiten. Daneben fallen mir immer wieder Dinge ein, die ich schon lange mal realisieren wollte. Bin gespannt, was sich daraus entwickelt!

    Wenn Du jetzt den Eindruck hast, wir sollten mal sprechen: Schreib mir!

  • Die Früchte der letzten Monate

    Im Vergleich zu vielen anderen Menschen war 2020 im Grunde ein gutes Jahr für mich, wofür ich sehr dankbar bin.
    Was mich im Nachhinein begeistert: „Meine“ Themen – von einzelnen Personen bislang bisweilen belächelt oder als unrealistisch eingeschätzt – bekamen durch die Covid-Krise plötzlich richtig Schwung.

    Deshalb hier eine Auswahl der Artikel, die ich für den Blog von die-werteentwicklung.de geschrieben habe:

    Ich wünsche eine inspirierende Lektüre und gute Gesundheit! Dazu (frei nach Reinhold Niebuhr) die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die Sie nicht ändern können, den Mut, Dinge zu ändern, die Sie ändern können und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Wenn Sie sich dabei Unterstützung wünschen, schreiben Sie mir einfach.

  • Mitten im Jahr & im Flow

    Als Person mit zwei Standbeinen und Standorten, mit wunderbaren Kunden in Bayern & Berlin plus einem spannenden Job in Berlin muss sich die eigene PR oft hinten anstellen und verschwindet nicht selten zwischen Ehrenamt und Regeneration (#balkonselig #draussenistesamschönsten). Sowieso promote ich lieber andere Menschen, die Wesentliches in die Welt bringen. Wenn ich dann noch ein Buch zur zukunftsfähigen Gestaltung von Führung und Unternehmenskultur von der Idee übers (Erst)lektorat bis zur Veröffentlichung und PR begleiten kann, macht das gleich noch mehr Spaß.

    Meine Herzensthemen bearbeite ich also auch auf diese Weise. Deswegen gibt´s es jetzt und hier ein Sprungbrett zu meinen Artikeln im Blog zur Werteentwicklung, die Positionierung und Unternehmenskultur stärkt. Dort schreibe ich z.B. darüber,

    Lesen Sie einfach mal rein und geben Sie mir Feedback! Gerne beantworte ich auch Ihre Fragen.
    Wenn Sie aus der Existenz dieses Artikels schlußfolgern, dass ich im Moment Kapazitäten frei habe, dann liegen Sie genau richtig. Lassen Sie uns gerne ergründen, wie und was wir zusammen entwickeln & umsetzen könnten!

  • Ein Jahr geht, ein neues kommt…

    …und es war wahrlich viel geboten – Umzug inclusive.
    Wunderbare Aufträge, liebenswerte KollegInnen und vieles mehr, für das ich dankbar bin – z.B. für tatkräftige Unterstützung in Regensburg und unkomplizierte Gastfreundschaft in Berlin. Eine Vielfalt von Themen begleitete mich: von nachhaltiger Altersvorsorge über Osteopathie bis zur Spurensuche, was sich aus der Welt der Choreographie in die Welt der Führungskräfte übertragen lässt. Überhaupt beschäftigt mich das Thema Führung. Mich, die zeitlebens Führungsverantwortung immer „ohne disziplinarische Macht“ praktiziert und nun viel darüber nachdenken und schreiben. kann. Irgendwann schreibe ich dann auch endlich den Beitrag, der schon lange im Kopf vor sich hin reift: Selbständige und Selbstorganisation, Unternehmenskultur und Homeoffice werden darin vorkommen.

    Summasumarum ein gutes, wenn auch bisweilen wirklich anstrengendes Jahr. Nun freue ich mich sehr auf die Zeit auf La Palma. Andere Landschaft, andere Luft, andere Menschen, andere Sprache, das genieße ich seit frühester Jugend. Das Hirn lüften und die Beine bewegen. Inspirierende Gespräche führen und mit einem Buch in der Hängematte verschwinden, das ist jetzt angesagt.

    Ab Februar geht es dann wieder mit voller Kraft voraus!
    Bis es hier Neues zu lesen gibt. wird es wahrscheinlich etwas länger dauern. Zu sehen gibt´s übrigens ab & zu was auf Instagram.

    Alles Gute für das neue Jahr – ich freue mich, wenn wir uns darin begegnen!

  • Willkommen in meinem neuen virtuellen Zuhause!

    Hier soll alles übersichtlicher und informativer werden. Und es ist auch fast schon alles gut. Die Blogbeiträge werden leider noch ohne Datum angezeigt, dies läßt sich aber aus der Adresszeile des Browsers erschließen. Ein bißchen „work in progress“ halt noch und wenn es wieder ruhiger wird, werde ich auch dieses technische Rätsel knacken. Wer vorher schon einen heißen Tipp für mich hat: Immer her damit!
    Sie können aber auch mal bei Xing bzw. Twitter vorbeischauen. Persönlich bin ich natürlich sowieso zu erreichen:
    kontakt@karin-schnappauf.net

  • Erkenntnis, Gemeinschaft und Mut

    Vernetzte PR und motivierende Veranstaltungsformate, Digitalisierung und Diversity sind die Themen, die ich neben dem Business Development für GründerInnen intensiv bearbeite.
    Als Pressesprecherin und Online-Kommunikationsmanagerin für das Forum Equal Pay Day hatte ich ab August 2016 ein wunderbares Feld dafür. Mit dem Projektende endete nun auch meine Mission dort. Ein guter Zeitpunkt also, um Resumée zu ziehen. Ein paar wichtige Erkenntnisse (nicht nur aus dieser Aufgabe) will ich gerne teilen.

    Die immense Arbeit, die in der Vorbereitung von Veranstaltungen steckt, sollte sich unbedingt auszahlen – sprich mit gutem Besuch belohnt werden. Dafür ist es wichtig, insbesondere den Titel gut zu entwickeln und grundsätzlich ordentlich Zeit für die gezielte, analog & digital vernetzte Kommunikation einzuplanen. Dann sind wirklich außergewöhnliche Ergebnisse möglich – z.B. ein Drittel „neue“ TeilnehmerInnen, die engagiert mitmachen und das Zusammenwachsen zu einem starken Netzwerk für die gemeinsame Sache.
    Im Rückblick auf einen sehr gelungenen interaktiven Kongress mit 250 Teilnehmenden habe ich keinerlei Bedenken mehr, große Veranstaltungen interaktiv anzulegen und so Erkenntnis, Gemeinschaft und Mut zu vermitteln. Eine gute Moderation vorausgesetzt. Eine der Moderatorinnen, Andrea Thilo, bringt das hier wunderbar auf den Punkt.

    Was zum Gelingen ebenfalls sehr beitrug: Die Diversität im Team in puncto berufliche Hintergründe und Herangehensweisen in Kombination mit einer äußerst produktiven gegenseitigen Wertschätzung. Damit konnten wir eine weitaus größere Wirkung erzielen, als das in den Vorjahren der Fall war. Das Feedback meiner Lieblingskollegin kann ich deshalb nur eins zu eins zurückgeben „Mir hat es immer großen Spaß gemacht, mit Dir zu arbeiten, zu diskutieren und Neues auszudenken! Das ist wirklich großartig!“

    Ja, und mein Part dabei war zwar intensiv – aber in Teilzeit und: mit 50% Homeoffice-Anteil. Auch das funktioniert und hat bisweilen sogar seine Vorteile. Ein Beispiel: Die Vorbereitung ist in einer sehr kritischen Phase, weil sich das Konzept in wesentlichen Punkten nicht wie geplant umsetzen läßt. Die Stimmung im Büro ist angespannt bis mutlos. In dieser Situation kann die wohlgemute Kollegin im Homeoffice Wunder wirken, wurde mir gesagt. Was vermutlich daran liegt, dass mir der Ernst der Lage zwar klar ist, ich aber mit einem gewissen Abstand freier und kreativer Lösungen entwickeln und schneller ins Handeln kommen kann.

    Die Distanz zwischen Regensburg und Berlin läßt sich für vieles nutzen. Dank WIFIonICE funktioniert mittlerweile sogar das Arbeiten im Zug – zum Beispiel, um wichtige Veranstaltungen via Twitter zu begleiten. Und die Strecke entlang der Saale ist einfach wunderschön und belebt den Geist.
    Ich schätze es sehr, in beiden Städten am Leben teilnehmen zu können und freue mich, auf diese Weise auch meinen ostbayerischen GründerInnen den Horizont „zur großen weiten Welt“ zu erschließen. Andersherum ist es manchmal auch nicht verkehrt, hochfliegende Hauptstädter zu erden 😉

    Wenn Menschen Präsenz nicht mit Anwesenheit verwechseln, wird vieles möglich. Das setzt natürlich voraus, dass das Team sich darauf einstellt und die notwendige Technik zur Verfügung steht
    Zugute kam mir dabei sicherlich auch, dass ich in der Beratung von GründerInnen schon lange auch via Telefon und Skype arbeite. Dadurch bin ich sehr trainiert darin, Präsenz auch bei körperlicher Abwesenheit auszustrahlen Seh ich da grad jemanden nicken?!?

    Jetzt bin ich gespannt, welches Projekt mir demnächst die Möglichkeit eröffnet, wieder in zwei Städten aktiv zu sein. Ich bin jedenfalls für Angebote offen 🙂

  • Wie Twitter bei Veranstaltungen Nutzen stiftet

    In verschiedenen Zusammenhängen fasziniert mich immer wieder neu, wie gut Twitter sich für, bei und auf Veranstaltungen nutzen läßt. Insbesondere bei Veranstaltungen, die Menschen vernetzen, Wissen transportieren und etwas in Bewegung bringen wollen.
    Twitter einzubeziehen, das kann für die Veranstalterin selbst, die TeilnehmerInnen und die Menschen, die leider nicht vor Ort sein können, richtig Sinn machen. Im Vorfeld, währenddessen und im Nachgang. Hier kommen mehr als ein Dutzend Beispiele:


    Für die Veranstalterin z.B., um

    1. das Event bekannt zu machen und Menschen zu motivieren, daran teilzunehmen
    2. den Referentinnen auch auf diesem Weg Anerkennung auszudrücken
    3. den Informationsstand zum Thema des Events zu erhöhen 
    4. die Zuhausegebliebenen mit Infos und Eindrücken zu versorgen
    5. das Event zu dokumentieren, auch um Lust zu machen, beim nächsten Event dieser/ähnlicher live dabei zu sein. Hier ein Beispiel dazu. 
    6. auch Nicht-Twitter-Nutzer zu erreichen und zwar mit der Einbindung der Twittermeldungen auf der eigenen Website

    Für die Teilnehmerin vor Ort z.B., um

    1. sich mit anderen Teilnehmenden zu vernetzen
    2. sich mit besonders interessanten Personen kurzfristig für ein persönliches Kennenlernen zu verabreden
    3. die Zuhausegebliebenen mit Infos und Eindrücken zu versorgen
    4. das eigene Image als Expertin im Umfeld des Events zu pflegen 
    5. im Nachgang neue Kontakte zu pflegen und Beziehungen zu vertiefen

    Für zuhausegebliebene Personen z.B., um

    1. überhaupt auf die Veranstaltung bzw. das Thema aufmerksam zu werden
    2. in einem gewissen Rahmen dennoch am Event teilzuhaben
    3. das eigene Image als Expertin im Umfeld des Events zu pflegen

    Das klingt interessant? Fein! Dann haben Sie jetzt drei Möglichkeiten:

    1. Dieser Beitrag ist Ihnen Impuls genug, um sich selbst alleine ans Werk zu machen? 
      Dann mal los – ein paar Zeilen weiter unten finden Sie übrigens noch Linktipps.
    2. Sie warten, bis ich irgendwann die Muße finde, darüber zu schreiben, wie das alles geht und worauf zu achten ist. 
    3. Sie verabreden sich mit mir virtuell (via Skype oder Telefon) oder persönlich für ein erstes Gespräch. Das fände ich besonders schick, dann könnte ich nämlich direkt auf Ihre Ausgangslage und Ihren Bedarf eingehen und alles weglassen, was Sie schon wissen oder was eh nicht interessant für Sie ist. 

    Linktipps zum Thema:

    1. Beispiel aus dem Tourismus mit guten Tipps
    2. Tipps für Konferenzen und Events
    3. Einsatz von Twitter im Event-Marketing
    4. Twitter für Events erfolgreich nutzen

    Nun denn, auf gute Veranstaltungen und fröhliches Twittern!

  • Lieblingsprogramm geht in neues Förderjahr

    Passend zum Frühling geht das Vorgründungscoaching Bayern in ein neues Förderjahr. Die gute Nachricht dabei: Die Höhe des Zuschusses bleibt sehr attraktiv und die Vorgehensweise vergleichsweise unkompliziert.

    Worum geht es?
    Um einen Zuschuss in Höhe von 70% für ein Coaching zur Unternehmensgründung oder -übernahme mit einem Volumen von max. 80 Stunden.


    Wer kann das Vorgründungscoaching in Anspruch nehmen?
    Alle, die noch nicht in Vollzeit selbständig tätig sind, also: Menschen, die angestellt arbeiten, in Erziehungszeit oder arbeitslos sind oder auch bereits in Teilzeit selbständig arbeiten.
    Menschen aus dem Handwerk stellen den Antrag bei der Handwerkskammer, Menschen die gewerblich gründen wollen, bei der IHK und Menschen, die freiberuflich gründen wollen, beim Institut für Freie Berufe.

    Was bringt es?
    Die letzte Evaluation belegt, dass drei Jahre nach Gründung noch mind. 90% der Unternehmen, die mit einem Vorgründungscoaching unterstützt wurden, noch auf dem Markt sind. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt der bayerischen Gründungen. 

    Was braucht es für den Antrag?
    Einen Lebenslauf plus eine grobe Skizze zur Gründungsidee und das Antragsformular. Vor allem aber: Die Wahl eines Coaches, der für das Programm zugelassen ist. Zur Entscheidungsfindung empfehlen sich Vorgespräche mit verschiedenen Anbietern. Mehr dazu  

    Wie läuft das in der Praxis ab? 
    Wir treffen uns zu einem unverbindlichen Vorgespräch, in dem über Ihre Idee sprechen und wir alle Fragen klären. Wenn wir beide den Eindruck haben, eine Zusammenarbeit macht Sinn, begleite ich Sie bei der Antragsstellung. Nach der Bewilligung schließen wir einen Vertrag und beginnen mit der Arbeit.
    Bewährt hat sich in meiner Praxis ein Volumen von 24h, verteilt auf ca. drei Monate (in Ausnahmefällen auch über einen längeren oder kürzeren Zeitraum). Anschließend entscheiden Sie auf sicherer Grundlage, ob, wie und wann Sie gründen. Hilfestellung leistet dabei auch der Coachingbericht mit detaillierten Empfehlungen.

    Was bringt das Vorgründungscoaching wirklich?  
    Fangen wir mit einem Blick in den Hintergrund an: Vorgründungscoaching fördert systematisch Ihre persönliche Metamorphose zur Unternehmerin in Schlüsselfeldern wie Motivation und Initiative, Realismus und Kreativität, Umgang mit Risiken und Überraschungen, Einfühlungsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Problemlösung. Ja, da haben wir sie am Ärmel, die sagenumwobene „Unternehmerpersönlichkeit“ Und an dieser Stelle muß ich einflechten, dass ich nach all den Jahren immer wieder begeistert bin, wie sich meine KundInnen im Laufe der Zusammenarbeit entwickeln.
    Im Vordergrund stehen natürlich so wesentliche Dinge wie ein Businessplan für die Bank oder für den Antrag auf Gründungszuschuss bei der Agentur für Arbeit, der sich nicht nur toll liest, sondern auch umsetzbar ist und der nicht lediglich Annahmen enthält, sondern belastbare Ergebnisse aus Recherche und Kontakten. Dazu gehört natürlich auch ein Marketingkonzept, das Offline- und Online-Welt verzahnt, eine umfassende Grundlage für die Entwicklung des Logos und der Geschäftsaustattung bietet und Sie mit einem Elevator Pitch für unterschiedliche Einsatzzwecke austattet. Plus als „training on the job“ die konstruktive Begleitung bei allen Schwierigkeiten, die im Vorfeld auftauchen. Dabei haben Sie den großen Vorteil, bereits jemanden an Ihrer Seite zu haben, der Ihre Stärken kennt, Sie wieder aufbaut und mit Ihnen Ihre Idee weiter voran bringt, damit sie sich nicht sang- und klanglos in Wohlgefalllen auflöst. 

    Aber es gibt doch auch kostenlose Beratung?!
    Ja, die gibt es und die KollegInnen leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch gute Arbeit.
    Sie entscheiden, was Sie wollen: Bestmögliche Vorbereitung die mit einer sehr überschaubaren Investition verbunden ist oder „Ich nutze alles, was kostenlos ist, das wird dann schon reichen“ Und voilà: Hier treffen Sie Ihre erste wichtige Entscheidung als UnternehmerIn!
    Was Ihnen dabei klar sein sollte: Selbst wenn Sie dort mehrere Termine vereinbaren können, die Intensität der Zusammenarbeit im Rahmen eines Vorgründungscoachings – und damit auch das erzielte Ergebnis ist etwas vollkommend anderes. Denken Sie daran: Die wesentlichen Entscheidungen werden vor der Gründung getroffen und viele laufen bei Ihrer ersten Gründung große Gefahr, den Aufwand zu unterschätzen. Eins ist sicher: Es macht aber überhaupt keinen Spaß und kann v.a. grob existenzgefährdend sein, nach der Gründung festzustellen, dass Entscheidungen revidiert werden müssen und dies zusätzlich und unerwartet Zeit, Nerven und Geld kostet – und zwar in weit höherem Maße als ein Vorgründungscoaching.
    Als unabhängige Beraterin mit eigener Erfahrung als Unternehmerin kann ich mir deutlich mehr Zeit für Sie nehmen und Sie ganz nach Ihren Bedürfnissen und auf Augenhöhe auf Ihrem Weg begleiten. Zum Beispiel auch, wenn es darum geht, wie sich Gründung und Familienleben miteinander vereinbaren lassen. 

    Also: Nehmen Sie sich und Ihre Idee ernst und starten Sie mit einem ausgereiftem Konzept, überzeugt & gelassen! Nutzen Sie diese Zeit, um mit einem kritischen, kreativ-konstruktiven Gegenüber im vertraulichen Rahmen ihre Idee wirklich zur Reife zu bringen und mit einem durchdachten Marketing- und Kommunikationskonzept zu starten, während andere noch an Ihrem Auftritt basteln.
    Gerne beantworte ich Ihre Fragen – Mail oder Anruf genügt! 

    P.S.: Falls Ihnen nach einem Beispiel ist, hier geht´s zum Artikel über die Begleitung der Engel-Apotheke

  • Vom Nutzen von Diversity in Zeiten der Digitalisierung

    Vom Nutzen von Diversity in Zeiten der Digitalisierung

    Seit Beginn des Jahres hat mich meine Aufgabe als Pressesprecherin und Social-Media-Frau für das Forum Equal Pay Day sehr beschäftigt. Höhepunkt war nun der Equal Pay Kongress in Berlin mit über 250 Teilnehmenden.

    Team Forum Equal Pay Day nach einem erfolgreichen Tag im Paul-Löbe-Haus
    Foto:Oliver Betke

    Quasi nebenbei (wozu lange Zugfahrten doch gut sind) entstanden noch zwei Veröffentlichungen in meiner Eigenschaft als 1. Vorsitzende des Regensburger Clubs der Business and Professional Women e.V.:
    In der Mittelbayerischen Zeitung erschien am Equal Pay Day meine Aussenansicht und die Wirtschaftszeitung interviewte mich zum Diversity.

    Jetzt bin ich bereit für neue Aufgaben im Feld von Diversity und Digitalisierung, in der Kommunikation und Entwicklung und natürlich weiterhin in der Gründungsvorbereitung via Vorgründungscoaching und freu mich deshalb über Ihre Anfrage!