Autor: Karin_Waltraud

  • „Jetzt soll ich mich auch noch um Social Media kümmern!“

    Nun, Studien über Studien zeigen: Die klassische Werbung verliert an Bedeutung, Social Media wird immer wichtiger. Wenn Sie also nicht in der Ausnahmesituation sind, daß Ihnen die Kunden die Tür einrennen, ohne daß Sie Werbung machen und Sie sich absolut sicher sind, daß das auch in Zukunft der Fall sein wird, kommen Sie über kurz oder lang an Social Media nicht vorbei.
    Im virtuellen Leben wie im richtigen gilt: Der Erfolg wächst mit der Erfahrung. Es macht also absolut Sinn, sich zügig auf den Weg machen, bevor Ihre Mitbewerber schon die Social Media – Profis sind, während Sie noch keinen Plan haben und atemlos hinterherdackeln.
    Zunächst kommt eine gewisse Mehrbelastung auf Sie zu, denn Sie müssen sich einarbeiten – in die Technik und in die Gepflogenheiten. Das Erstellen eines aussagekräftigen Profils macht natürlich auch Arbeit. Erst dann können Sie Ihre persönliche Strategie entwickeln. In dieser Zeit können Sie aber noch nicht auf Ihre klassischen Marketingaktivitäten verzichten.
    Als gute Unternehmerin haben Sie einen Teil Ihrer Zeit für Marketingaufgaben reserviert – genauso wie für Organisationsaufgaben und nun kommt etwas Neues dazu. Natürlich ist das eine gute Gelegenheit, bisherige Marketingaktivitäten einer Kontrolle zu unterziehen. In jedem Falle empfehle ich Ihnen die Scheibchen-Taktik mit Anschleich-Faktor. Lassen Sie sich Zeit, nehmen Sie sich Zeit und machen Sie einen Schritt nach dem anderen.
    Zunächst aber die Gretchen-Frage: Haben Sie schon jetzt ein chronisches Zeitproblem? Dann sollten Sie zuerst Ihr Zeit- und Aufgabenmanagement verbessern, am besten mit externer Hilfe, damit Sie sich auf die Schliche kommen – ich helfe Ihnen gern dabei!
    Dann geht´s los:

    1.  Befragen Sie Ihre KundInnen (oder recherchieren Sie selbst), in welchen Netzwerken diese aktiv sind. So betreiben Sie gleichzeitig auch Kundenpflege.
    2. Fangen Sie mit dem Netzwerk an, das Ihnen am nützlichsten erscheint, z. B., weil Sie nette KundInnen dort wissen.
    3. Reservieren Sie sich zwei Stunden pro Woche für die Erforschung dieser neuen Welt. Ob Sie zwei Stunden am Stück auf Expedition gehen oder viermal ein halbes Stündchen, das entscheiden Sie nach Ihren persönlichen Vorlieben. In jedem Fall wichtig: Halten Sie sich an Ihr Limit! Eisern!
    4. Führen Sie Reisetagebuch. Notieren Sie, was Ihnen aufgefallen ist, welche Ideen Ihnen gekommen sind, welche Seiten Sie gern nochmals unter die Lupe nehmen wollen. So finden Sie immer wieder den Anschluß.
    5. Engagieren Sie eineN FührerIn, wenn Sie
      + Zeit sparen wollen,
      + sich unsicher fühlen und/oder Befürchtungen haben, daß Sie etwas verkehrt machen könnten,
      + in der Informationsfülle den roten Faden verlieren
    6. Wenn das Profil steht und Sie den Dreh raus haben und Neuigkeiten so posten, wie es für Sie stimmig und umsetzbar ist: Verknüpfen Sie Ihre Website mit Ihrem Social-Media-Profil. Nehmen Sie den Link zu Ihren Profilen in Ihre E-Mail-Signatur auf.
    7. Noch Fragen: Ich beantworte Sie Ihnen gerne! – Oder Sie warten auf Folge 2 der Social-Media-Scheibchen-Taktik…
  • Lassen Sie sich nichts andrehen!

    Ich liebe Angebote mit monatlicher Nutzungsgebühr. Das sieht immer so schön günstig aus. Und an die Kündigung zu denken, ist ja kein Problem. Mit der Laufzeit multipliziert sieht es dann oft schon nicht mehr sooo günstig aus. Aber selbst wenn, ist es oft nicht die beste Wahl. Warum?
    Nehmen wir das heutige Beispiel: ich bekomme eine Nachricht eines Anbieters, der mir vorschlägt, „Existenzgründerinnen, die ja am Anfang gern an Marketingkosten sparen“,“eine professionelle Internetseite für einen monatlichen Preis von nur 9,90 €“ zuempfehlen. Für mich winken dabei 60 € Provision. Da bin ich doch begeistert, oder? Weit gefehlt, denn:

    1. Wer am Anfang sparen will, sollte sich nicht gründen. Ich wäre eine lausige Beraterin, wenn ich GründerInnen nicht verständlich machen könnte, daß beim Start am Marketing zu sparen, der völlig verkehrte Ansatz ist. Das soll jetzt aber nicht heißen, daß der Gründer erfolgreich ist, der das Geld mit offenen Armen zum Fenster hinaus wirft!
    2. Die Webentwicklung gehört genauso wie die Logoentwicklung in den Investitionsplan und damit zu den Kosten, die über eine Finanzierung abgedeckt werden sollten, statt diesen Posten unter den laufenden Kosten jeden Monat wieder zu begegnen.
    3. Eine gute technische Umsetzung macht noch keine gute Website. Beim Posten Website schlägt nicht nur die technische Realisation zu Buche. Was eine gute Website ausmacht, war in diesem Blog ja schon mehrmals Thema, das will ich jetzt gar nicht weiter ausbreiten und empfehle die Posts der Kategorie Web – denn heute sollen noch die Texte für eine Website fertig werden! 
    4. Für alle, die es noch nicht gemerkt haben: wir sind angekommen in der Zeit von Blogs und Social Media…
  • Frühjahrsputz auf Ihrer Website

    Sie haben Ihre Website einst so konzipiert und strukturiert, wie es zum damaligen Zeitpunkt richtig war. Seither ist viel passiert, die Welt hat sich verändert und vielleicht auch Ihre Schwerpunkte, Ihre Arbeitsweise oder Ihre Haltung. Deshalb empfehle ich heute  – und nehme damit den gedanklichen Faden aus dem März nochmal auf: Gönnen Sie Ihrer Website einen Frühjahrsputz! Am besten in drei Schritten:

    1. Schritt: Lassen Sie ihre eigene Website auf sich wirken und nehmen Sie zur Kenntnis, welche Informationen sie transportiert, welche Produkte oder Dienstleistungen sie vorstellt.
    Sind das noch die Dinge, die Ihnen am Herzen liegen? Oder ist da etwas dabei, was Sie nicht mehr anbieten oder nicht mehr bewerben wollen? Und andersrum gedacht: Fehlt etwas? Eine Dienstleistung oder ein Produkt, das sich neu entwickelt hat?Haben Sie in der Zwischenzeit eine bessere Erklärung für einen komplizierten Sachverhalt gefunden als die, die auf Ihrer Website gegeben wird? Wäre ein neues Foto angesagt? In diesem Sinne: Ausmisten und frische Blümchen aufstellen! 

    2. Schritt: Kann mensch sich durch Ihre Website ernsthaft angesprochen fühlen? Bekommt mensch vorgeschlagen, was er als nächsten Schritt tun könnte, wenn er/sie das alles irgendwie schon interessant findet? Wenn nicht, wird´s Zeit, das zu ändern.

    3. Schritt: Das Zeitalter, in der mensch vorne dran war, wenn mensch eine website hat, ist vorbei. Heute zählt: Auffindbarkeit über Google, Verknüpfung (und damit auch Auffindbarkeit!) mit anderen Profilen im Internet (z.B. Xing, Facebook, Twitter). Nun muß mensch ja nicht immer und überall mitmachen, aber: Welche Verknüpfungen sind im Hinblick auf ihre Zielgruppe wichtig? Knüpfen Sie genau diesen Faden!

  • Einschnitte beim Gründungszuschuss geplant

    Quasi in die völlige Gegenrichtung zu meinem letzten Blogeintrag bewegt sich die Bundesregierung. Sie plant drastische Einschnitte beim Gründungszuschuss. Arbeitslose sollen sich schneller gründen und weniger Geld bekommen. Was ich davon halte, können Sie sich denken. Vor allem, daß zum Gründungszeitpunkt noch 180 Tage Anspruch auf Alg I bestehen müssen, ist fern jeglicher Realität.
    Mittlerweile gibt es dazu eine E-Petition an den Bundestag.
    Auch wenn Sie nicht direkt betroffen sind, lade ich Sie ein, diese mitzuzeichnen, damit sich der Petitionsausschuß damit beschäftigen muß. Dazu werden bis 24. Mai 50.000 Unterschriften gebraucht. Mit Stand 28. April, 10 Uhr sind es erst 539! Deshalb hier der Link zur Petition.  Herzlichen Dank!

  • „Eine Idee ausreifen zu lassen meint nicht, Zeit zu vertrödeln.“

    …sagt Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship an der FU Berlin und Gründer von www.teekampagne.de
    Und recht hat er!
    Recht viel mehr Worte will ich dazu gar nicht mehr machen, lieber lasse ich ihn selbst nochmal zu Wort kommen:
    „…gute unternehmerische Konzepte haben mehr mit konsequenter Systematik zu tun als mit genialen Einfällen.“
    Er plädiert deshalb für „… eine Art Reifephase, bei der Probleme, Lösungsmöglichkeiten, Alternativen und Risiken solange hin und her gewälzt werden, bis ein ausgewogenes und ausbalanciertes Konzept entsteht, das Stöße von außen (im Markt) aushält.“
    Wenn Sie das inspiriert (was ich schwer hoffe), dann empfehle ich Ihnen sein Buch: „Kopf schlägt Kapital“  Gibt´s übrigens auch als Hörbuch!

  • Wann haben Sie zuletzt Ihre eigene Website „mit fremden Augen“ gesehen?

    Wenn das schon länger als 3 Monate her ist, empfehle ich Ihnen: tun Sie es. Jetzt!
    Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit, schlüpfen Sie aus Ihrer Haut und nehmen Sie als interessierter aber fremder Mensch ohne Detailwissen die Eindrücke auf:

    1. Wie werden Sie als Besucher empfangen und angesprochen?
    2. Auf welche Weise werden Sie zur Kontaktaufnahme motiviert?
    3. Welche Produkte oder Dienstleistungen werden Ihnen vorgestellt?
    4. Werden Ihnen Methoden präsentiert oder Lösungen angeboten? Wie wirkt das auf Sie?
    5. Was ist der/die AnbieterIn wohl für ein Mensch? Hätten Sie Lust mit ihm/ihr zusammenzuarbeiten? Warum? Warum nicht?
    6. Wonach suchen Sie vergeblich oder was finden Sie nur auf mühsamen Wegen?

    Eine gar nicht so leichte, aber lohnenswerte Übung – versprochen!
    Wenn Sie gleich jetzt Ideen haben, wo etwas verändert werden sollte, notieren Sie sich diese Ideen gleich in ein Dokument. Ebenso, wenn Sie bereits Ideen haben, was anders werden sollte. Wenn Sie es sich leichter machen wollen, können Sie gerne meine fremden Augen nutzen. Gerne führe ich einen schnellen Check Ihrer Website durch und gebe Ihnen ein kompaktes Feedback. E-Mail genügt!

  • Wie Netzwerken gegen die „Feigheit der Frauen“ wirkt

    Wenn ich Bascha Mikas Ausführungen mit meinen persönlichen Erfahrungen verbinde, fällt mir Folgendes auf:
    Netzwerken ist ein wirksames Mittel gegen Feigheit, denn

    • es fördert die Fähigkeit und Routine sich zu zeigen und aktiv zu werden
    • frau lernt sehr unterschiedliche Frauen und Lebensentwürfe kennen und schätzen
    • der Austausch mit anderen Frauen kann eine davor bewahren, in die gleichen Fallen zu tappen, die frau gar nicht sieht, weil sie nicht auf die Idee kommt, daß sie überhaupt existieren
    • es tut der eigenen Motivation – un dem eigenen Mut! – einfach gut, regelmäßig eine unterstützende Frauenrunde um sich zu haben. 

    In diesem Sinne: Viel Spaß beim Netzwerken! 

  • Das Internet ist sooo wichtig!

    Richtig!
    Allmählich setzt sich auch bei „Web-Muffeln“ das Bewußtsein durch, daß das Internet wichtig für die eigene Werbung ist. Gibt es doch so wunderbare Statistiken, wieviel Prozent der Menschheit wieviele Stunden im Internet ist. Beeindruckend, zweifelsohne.
    Es besteht also Handlungsbedarf. Das soll aber nicht heißen, daß Sie Ihre eigene website aufblähen sollen, bis der Besucher vor lauter Informationen keine Zeit mehr hat, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen.
    Was also tun?
    Zunächst einmal lohnt es sich, die Statistiken genauer zu analysieren und ein paar Fragen zu stellen. Dazu zwei Beispiele:

    1. Was tun die Menschen im Internet?
      Chatten? Facebooken? Spielen? Zeitung lesen?
      Oder bringt sie ein Problem auf die Suche, für das Sie eine Lösung haben? Und auf welchen Wegen?
      Ich greife mal vor: Wenn Ihre website von Google nicht gefunden wird, liest sie auch kein Schwein.
    2. Wie und wo ist Ihre Zielgruppe online?
      Denn wenn Sie eine Dienstleistung anbieten, der für einen Personenkreis interessant ist, die ausgesprochen internetscheu ist, dann relativiert sich Einiges…
      Wenn aber z.B. eine ansehnliche Prozentzahl Ihrer Kunden Xing-Nutzer sind, dann lohnt es sich für Sie, dort auch aktiv zu werden.
      Wenn Sie eine junge Zielgruppe haben, werden Sie um facebook nicht herum kommen.

    Sie merken: Es lohnt sich genauer hinzusehen, Recherchen zu betreiben und sich genau zu überlegen, wie und wo man seine Präsenz im Internet verstärkt.

  • Die Antwort ist: „Ja!“

    Hier kommen die Fragen dazu:

    1. Soll ich neben dem Coaching auch noch Seminare besuchen in Bereichen, wo ich noch mehr können will, z.B. einen Rhetorik-Kurs?
    2. Ich habe schon mehrere Existenzgründerseminare besucht, ist denn da ein Coaching für mich noch sinnvoll?
    3. Über Marketing sprechen wir doch schon soviel im Coaching, soll ich jetzt auch noch ein Buch darüber lesen?

    Was ich damit sagen will: Gründercoaching in Anspruch zu nehmen ist sicherlich die beste Idee, wenn Sie Ihre Erfolgsaussichten erhöhen wollen. Denn damit haben Sie eineN konstanteN und vertraulicheN AnsprechpartnerIn für alle Fragen, die sich im Laufe der Zeit stellen und können systematisch und vernetzt an der Entwicklung Ihres Unternehmens arbeiten. Allerdings werden Sie nicht alle Themen im Coaching unterbringen. Hinzu kommt: Für manchen Themen eignen sich Seminare und Workshops, wo Sie neuerlernte Fähigkeiten an möglichst verschiedenen Personen testen können, viel besser. Nebenbei bekommen Sie auch noch Kontakte und womöglich auch noch neue Inspiration 😉
    Zu den Themen, die Sie im Coaching behandeln, zusätzlich ein Buch zu lesen, ist ebenfalls eine gute Idee. Denn so nehmen Sie das Thema noch einmal in einer anderen Form auf. Ihr Coach empfiehlt Ihnen bestimmt gerne etwas Passendes!

  • Was passiert eigentlich im Gründercoaching?

    Dabei handelt es sich nicht um einem Prozeß nach Schema F, auch wenn die Grundzüge natürlich durch die Förderungsbestimmungen festgelegt sind.

    Fieserweise bringt die Gründungs-Situation mit sich, daß Sie Ihren Bedarf nicht komplett überblicken können, wenn Sie sich für einen Coach entscheiden. Weil Ihnen die weichen und harten Faktoren einer Unternehmerin nicht alle vertraut sind und weil Sie nicht wissen können, was Ihnen in den nächsten Monaten so alles begegnet und bearbeitet werden will.

    Zu einem gewissen Grad müssen Sie sich also auf Ihr Gegenüber, Ihren Coach verlassen, daß er/sie einschätzen kann, ob Sie bei ihm/ihr mit Ihrem Gründungsvorhaben, Ihrer Persönlichkeit und Ihren Fähigkeiten „richtig sind“. Deshalb nehmen Sie sich ruhig Zeit und nutzen Sie alle Gesprächsmöglichkeiten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

    Gemeinsam legen Sie dann die Themen fest. Dabei macht es wenig Sinn, vor Coachingbeginn eine bestimmte Stundenzahl für ein Thema zu reservieren. Denn dafür ist die Welt zu spannend und sind Sie eine zu individuelle Persönlichkeit. Vielmehr werden Sie im Beratungsprozeß, der insgesamt 40 Stunden dauert, fortlaufend an diesen Themen arbeiten. In einem bestimmten Bereich mehr, in einem anderen weniger, bis Sie in allen Bereichen eine gute Grundlage haben, die die Erfolgschancen Ihrer Gründung erhöht.
    Die Verteilung richtig sich danach, was Sie an Fähigkeiten schon mitbringen, wie schnell oder langsam Sie in einem bestimmten Bereich Impulse umsetzen können und natürlich danach, was Ihnen in Ihrem Alltag an Fragestellungen begegnet. Und letzteres weiß nicht mal Ihr Coach im voraus. 😉